Bernhard Panzer Während auf dem Festplatz die Schausteller seit Tagen schon fleißig am Aufbau sind, wartet auch der Platz vor den Kellern auf den Start der 68. Sommerkirchweih. Stapel von Biertisch-Garnituren stehen bereit, die Buden werden aufgebaut, in den Kellern selbst laufen ebenfalls die Vorbereitungen.

Ein neues Bild ergibt sich am Ansbacher-Tor-Keller der Familie Maier. Dort sticht die neue Werbung ins Auge. Auch grün wie schon bisher, "aber viel schöner", bezeichnet es Renate Maier. Die Wirtin des Ansbacher-Tor-Kellers hat nach dem Aus der Brauerei Kitzmann nämlich einen neuen Partner - die Brauerei Loscher aus Münchsteinach.

Seit dem 1. Mai schon bietet der Keller, der auch außerhalb der Kirchweih sonntags geöffnet ist, das Bier an, und es komme bei den Gästen gut an, wie Renate Maier sagt. Auch in ihrem Lokal in der Hauptstraße hat sie gewechselt. "Wir haben einfach was neues ausprobiert", sagt sie. Und es hat offenbar geklappt.

Tausend Maßkrüge

Loscher ist der Sprung auf die Herzogenauracher Sommerkirchweih offenbar einiges wert. Denn es musste auch investiert werden, schließlich musste das Kitzmann-Emblem ersetzt werden. Tausend neue Maßkrüge, ähnlich gestaltet wie bisher, nur eben mit dem Schriftzug der neuen Brauerei, dazu mehrere hundert Weizengläser und Seidlaskrüge stehen bereit. Einhundert Sitzgarnituren sind nagelneu, eine neue Spülmaschine für Krüge und ein Durchlaufkühler sowie die Werbung - all das ist neu auf dem Ansbacher-Tor-Keller.

An sieben Kellern und in einem Zelt wird ausgeschenkt. Absoluter Platzhirsch ist die Brauerei Heller. Unten am Podium sind die Herzogenauracher überall vertreten: Vom Zelt der Basketballer geht's hinüber zum Volkshaus-Keller des KCH und weiter zum Spotz'n-Keller der Frischen Quelle. Dann um die Kurve zum Heller-Keller und den Glaßn-Keller, den diesmal die Handballer bewirtschaften. Überall dort ist in diesem Jahr Heller im Ausschank. Den Abschluss unten macht der Ansbacher-Tor-Keller mit Loscher.

Kitzmann, die früher mit Heller die Kerwa bestimmte, respektive den Nachfolger aus Kulmbach findet man nicht mehr, dafür wieder zweimal Tucher: auf dem Polster-Keller und beim FC Herzogenaurach.

Neu ist, dass es an den beiden Samstagen auch mittags Livemusik gibt. Organisiert hat diese Band namens "Böhmisches Verlangen" der neue Pächter des Heller-Kellers mit einigen Kollegen. Übrigens soll, wie berichtet, der Heller-Keller auch nach der Kirchweih regelmäßig öffnen. Renate Maier vom Ansbacher Tor macht das seit Jahrzehnten schon immer sonntags. Hannes Baier will künftig von Mittwoch bis Sonntag öffnen.

Morgen werfen wir zum Ausklang unser dreiteiligen Countdown-Kurzserie einen Blick auf die Sommerkirchweih 1969, also vor 50 Jahren.