Es soll eine Anerkennung für das Engagement in Corona-Zeiten sein, wenn Lehrer, Schulleiter, Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes eine Zulage ausbezahlt bekommen. Doch es gibt Beschäftigte, die Pflichterfüllung - auch in Zeiten, die besondere Anforderungen stellen - für selbstverständlich halten. So wie in der Gemeindeverwaltung von Ahorn, wo Franziska Dorn mit einigen Kolleginnen eine bemerkenswerte Entscheidung getroffen hat.

Für sozialen Zweck

"Die durch die Tarifpartner vereinbarten Sonderzahlungen durch den coronabedingten Mehraufwand sehen nicht alle Mitarbeiterinnen des öffentlichen Dienstes für sich als gerechtfertigt an", teilte sie unserer Zeitung mit. Während in Bereichen, wie zum Beispiel den Gesundheitsbehörden oder der Polizei der Mehraufwand beträchtlich war, sehen Mitarbeiter aus dem Rathaus in Ahorn ihre Leistung in Zeiten von Corona als gut zumutbar an. Zwar war auch in Ahorn die Situation für alle Beschäftigten eine Herausforderung, dafür eine Leistungsprämie zu erhalten, während ganze Branchen in ihrer Existenz bedroht sind, viele Familien unter massiven Gehaltseinbußen durch die Kurzarbeit leiden und auch die Kommunen weniger einnehmen, wird als nicht angemessen empfunden. Einige Mitarbeiter werden daher ihre Sonderprämie einem sozialen Zweck zukommen zu lassen. red