Es hat sich seit der Stadtratssitzung im November in Weismain einiges getan. Das war die Quintessenz der Informationen, die Bürgermeister Michael Zapf gegen Ende der Dezember-Sitzung bekanntgab. Im Mittelpunkt stand aber die bevorstehende Sanierung des Weismainer Rathauses.

Zu Beginn des neuen Jahres wird das Büro "Fischerarchitekten Aachen" bei einer Stadtratssitzung die geplanten Umbaumaßnahmen vorstellen. Änderungswünsche können noch vorgebracht werden. Danach werden ein Leistungsverzeichnis aufgestellt und mögliche Subunternehmen ins Boot geholt. Anschließend geht es schnellstmöglich mit Sondierungsgesprächen weiter.

Dass nun Bewegung in das Projekt kommt, ist auch der Tatsache geschuldet, dass der Umzug der Verwaltung aus dem Rathaus nun klare Konturen annimmt. Nicht möglich ist es laut Bürgermeister Zapf, die Verwaltung in Container umzusiedeln. Die Kosten dafür lägen bei circa 500 000 Euro, was nicht machbar sei. Vielmehr werde man in den Kastenhof umziehen. Hier würden die Bücherei und sonstige leerstehende Räume während der Sanierungsarbeiten genutzt. Ein oder zwei Container könnten vor dem Gebäude als Stand für das Bauwesen zur Verfügung stehen. Eine weitere Option wäre vielleicht, dass die Bücherei eventuell in das Pfarrzentrum umgesiedelt wird.

"Aufhübschung" als Ziel

Zu den Arbeiten im Hutzelbrunnen stellte der Bürgermeister fest, dass mit der Baufirma Kontakt aufgenommen worden sei, um die weiteren Baumaßnahmen des rechten Querschnittes im neuen Jahr zügig anzugehen. Es gebe auch Konzepte, wie es danach weitergehen soll; diese würden zur Ansicht vorgelegt und bekanntgegeben. Am Ende solle eine "Aufhübschung" stehen, mit der alle leben können.

Zapf gab auch der Hoffnung Ausdruck, dass die Arbeiten in der Giechkröttendorfer Straße besser vonstattengehen.

Der Bürgermeister erklärte weiter, dass auch beim Thema "Integriertes Stadtentwicklungskonzept" (Isek) die Aufträge vergeben worden seien. Die ersten Schritte seien getan.

Die Dorferneuerungsmaßnahmen in Kleinziegenfeld hätten ebenfalls Fahrt aufgenommen und ein neues Buswartehäuschen sei seiner Bestimmung übergeben worden. Für weitere Einzelmaßnahmen sei inzwischen in Absprache mit Ortssprecher Reinhard Schütz ein Konzept erarbeitet worden, in das auch die Flurbereinigung integriert sei. Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner habe bei einem Ortstermin mögliche Förderungen für einen Radweg angesprochen. Es gebe aber hier noch nichts Spruchreifes zu vermelden, da die Weiterführung der Staatsstraße erst genau mit dem Landratsamt geklärt sein müsse. Es gelte eines nach dem anderen abzuarbeiten.

Dorferneuerung wird forciert

Bei der Dorferneuerung Modschiedel müssten die Leistungen schnellstmöglich an Firmen vergeben werden, um die im Moment erhältlichen Zuschüsse der RZWAS abgreifen zu können. Niemand könne sagen, wie es damit 2022 aussehen wird.

Die Kanalbauarbeiten in der Innenstadt werden in der Ignaz-von-Rudhardt-Straße und der Burgkunstadter Straße begonnen. Es wird ein Leistungsverzeichnis erstellt, um möglichst rasch 2021 beginnen zu können.

In positiven Gesprächen mit den Anbietern sei man auch beim Thema "Mobilfunkmasten", führte Michael Zapf aus. Er sei der Meinung, dass Mobilfunk benötigt wird. Es werde bis zu einem Beschluss weitere Hintergrundsprüfungen geben.

Gegen die Jahresrechnungen der Stadt Weismain und der Wohltätigkeitsstiftung Weismain für das Haushaltsjahr 2019 gab es keine Einwendungen.

Einstimmig gebilligt wurden folgende Bauanträge: Neubau einer Doppelhaushälfte mit einer Garage und einem Geräteschuppen auf der Teilfläche der Flurnummer 911, Gemarkung Weismain, Neubau einer Doppelhaushälfte mit einer Garage, einem Carport und einem Geräteraum auf der Teilfläche der Flurnummer 911, Gemarkung Weismain, Anbau an ein Wohnhaus auf der Flurnummer 1064/5, Gemarkung Weismain, und Nutzungsänderung, Anbau und Umbau im Bereich einer Gaststätte auf der Flurnummer 108/2, Gemarkung Kleinziegenfeld.

Gute Zusammenarbeit gelobt

Da es heuer keine Jahresabschlusssitzungen gibt, dankte Bürgermeister Zapf allen für ihre Tätigkeit. Die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg funktioniere sehr gut. Es sei schön, dass zu den Projekten immer wieder Vorschläge und Expertisen der Stadträte eingingen.

Sein Dank galt auch den Bürgern, die für die Stadt im Einsatz sind, und für ihre Geduld, wenn es mal nicht gleich so funktioniert wie gewünscht.

Ähnlich äußerten sich von den Fraktionen Gabi Huber (FW) Michael Bienlein (CSU) und Michael Dreiseitel (SPD).