"Ich sitze gerade vor dem Fernseher und verfolge, was da in Berlin entschieden wird", sagt Emmanuel Papadopoulos am Mittwochnachmittag. Er führt das griechische Lokal "Emmanuels Restaurant und Bar" in der Grabengasse in Bad Kissingen.

Er habe Existenzangst. "Ich weiß nicht, wo das alles hinführt." Etwas Mut machen ihm die Pläne von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) kleinere und größere Betriebe mit Steuergeldern zu unterstützen. Scholz hatte vorgeschlagen: Kleine Betriebe sollten bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat, größere Betriebe bis zu 70 Prozent vom Staat erstattet bekommen.

Emmanuel Papadopoulos lebt seit 48 Jahren in Deutschland. Er ist froh, in einem Land zu leben, das mit Hilfsgeldern die Betriebe unterstütze. Er habe den Vergleich zu Griechenland, dort staunten die Leute über Kurzarbeit und die sozialen Leistungen, die es in Deutschland gebe.

Im Frühjahr habe Papadopoulos Restaurant staatliche Hilfsgelder in Höhe von 9000 Euro erhalten. Das sei zwar etwas, aber bei Mietkosten von 2000 Euro und vier Beschäftigten in Kurzarbeit könne man sich ausrechnen, dass diese Hilfsleistung nur kurz helfe. "Es ist eine ganz harte Zeit", sagt Papadopoulos.

Seine Beschäftigten will er behalten. "Sie sind schon jahrelang da. Es bringt nichts, sie zu entlassen." Er habe Sorge, nicht wieder so gute Leute zu finden, wenn er nach dem Lockdown sein Restaurant wieder öffne. wns