"Corona hat unser Vereinsleben und das Vereinsgeschehen gehörig durcheinandergebracht" - der Satz vom Sportvorstand Oliver Mainberger vom SV Garitz anlässlich der Jahreshauptversammlung steht exemplarisch für viele Vereine. Wie bei den anderen auch, sorgten aber eine stabile Führungsriege, verlässliche Übungsleiter, tatkräftige Helfer sowie treue Mitglieder für das Überleben des Sportvereins.

Das Jahr 2020 stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung im Garitzer Sportheim, und der Vorstand nutzte die Gelegenheit, um das neue Pächter-Ehepaar Koutelida vorzustellen, das seit dem 1. Mai 2021 die Gaststätte "Im Abseits" führt. Oliver Mainberger berichtete von den vielen Vorgaben einerseits und den kurzfristigen Änderungen andererseits, die den Sportbetrieb stark einschränkten und die Trainer und Übungsleiter vor große Herausforderungen stellten. Mittlerweile sei ein "fast normaler Spielbetrieb" wieder möglich. Leider sind viele Veranstaltungen ausgefallen "und somit fehlen uns zusätzliche Einnahmenquellen". Schmerzhaft waren die zweimaligen Absagen vom Rakoczyfest und der Sonnwendfeier sowie das Verschieben der geplanten Aktivitäten zum 125-jährigen Bestehen des 1896 gegründeten Vereins. Mainberger versprach: "Fahnenweihe, Kommersabend und Theateraufführung werden im Jahr 2022 nachgeholt." Den Mitgliederbestand bezifferte er auf 709 Personen, davon 355 Kinder und Jugendliche. Das Problem waren nicht die Austritte, sondern es gab keine Neuaufnahmen, "weil der Verein fast 18 Monate keine sportlichen Aktivitäten anbieten konnte". Zwei Höhepunkte gab es trotzdem: Einerseits einen Spendenlauf, der 750 Euro für das brandgeschädigte Tierheim Wannigsmühle erbrachte, und andererseits das Fußball-Camp mit den "St.-Pauli-Rabauken" über vier Tage auf dem Garitzer Sportgelände.

Beim Kassenbericht betonte Tanja Sadowski, dass die erwirtschafteten Überschüsse der letzten Jahre Sondertilgungen bei den Darlehen ermöglicht haben. "Insgesamt sind wir auf einem guten Weg", so die Schatzmeisterin des Vereins. Die Kassenprüfung bestätigte die ordnungsgemäße Führung der Vereinsbücher, so dass einer einstimmigen Entlastung nichts im Wege stand.

Stefan Glöckler, zuständig für den Wirtschaftsbetrieb des Vereins, erläuterte eine geplante Satzungsänderung, damit man auch in widrigen Coronazeiten satzungsgemäß handeln könne. Die Mitglieder waren einverstanden, dass die erforderliche Mitgliederversammlung im Laufe des Jahres stattfinden kann und nicht mehr zwingenderweise im ersten Quartal.

Von Mitglied Franz-Karl Baier kam der Vorschlag, dass man den Verein stärker nach außen repräsentieren solle, damit man nicht nur Mitglieder, sondern auch Helfer oder Übungsleiter gewinnen könne. Oliver Mainberger unterstützte dieses Ansinnen als "eine Herzensangelegenheit von jedem Verein".

Für Diskussionsstoff sorgte auch die Ausstattung der Aktiven mit einheitlichen T-Shirts oder Trainingsanzügen. Ehrenvorstand Thomas Leiner betonte, dass die einheitliche Kleidung identitätsstiftend sei und eine gute Außenwirkung habe. Leider sei es schwierig, das "Grün-Weiß" als Vereinsfarben bei den Herstellern zu finden bzw. bei den Sponsoren als Vereinsfarben zu etablieren. Oliver Mainberger gab einen Ausblick auf die Termine des Jahres 2022 mit den Festlichkeiten um das 125-jährige Jubiläum.