Wer wird Nachfolger von Klinik-Chef Reinhard Hautmann, der im März in den Ruhestand ging? Die FDP-Stadträte Sebastian Körber und Sebastian Platzek kritisieren scharf das Auswahlverfahren, das unter Ex-OB Franz Stumpf (CSU/WUO) begonnen wurde und nun fortgesetzt werde. Dieses Verfahren sei "mutmaßlich" durch Hautmann "maßgeblich" beeinflusst.
In einer Stellungnahme von Körber und Platzek heißt es: "Nachdem die Vorgehensweise zu erheblichem Unmut im Stiftungsausschuss geführt hat, wurde ein externes Unternehmen mit der Vorauswahl der Bewerber beauftragt. Im Anschluss daran wurde das Ergebnis eines Scorings im Stiftungsausschuss präsentiert."
Schon da habe die FDP um die "Bewertungsmatrix zu dieser Vorauswahl" gebeten. In der Ratssitzung am Donnerstag habe OB Uwe Kirschstein (SPD) nun mitgeteilt, "dass eine Bewertungsmatrix überhaupt nicht existiert". Folglich, so Körber und Platzek, sei "nicht ansatzweise nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die Vorauswahl vorgenommen wurde".


Objektiv gelaufen?

Das FDP-Duo widerspricht der Stadtratsmehrheit und dem OB, dass man dem Unternehmen und der Objektivität trauen solle. "Wir vermögen nicht nachzuvollziehen, inwieweit das Auswahlverfahren objektiv gelaufen ist, weil die Bewerberauswahl mangels Informationen nicht nachvollziehbar ist", kritisiert Körber. Es könne "nicht ausgeschlossen werden, dass das Auswahl-Ergebnis nach wenig objektiven Kriterien von Dritten beeinflusst wurde", sagt Platzek. Auch unter dem neuen OB leide das Verfahren "unter mangelnder Transparenz", bemängeln die FDP-Räte und betonen, dass sie keinen der vorgeschlagenen Kandidaten unterstützen werden: "Nach unserer Überzeugung wird dieses unwürdige Procedere der Bedeutung der Entscheidung für die Zukunft der Stadt nicht gerecht." red