Feuerwehr und Sportverein wollten im Juni gemeinsam ihr großes Doppeljubiläum feiern, doch coronabedingt musste das Fest - wie berichtet - abgesagt werden. Eigentlich wollte Michael Krasser als Mitglied des Festausschusses die Feuerwehr mit einer 100 Jahre alten Urkunde überraschen.

Jetzt musste er das historische Schriftstück, die immerhin zwei Weltkriege überlebt hat, unter Ausschluss der Öffentlichkeit an Kommandant Markus Stumpf überreichen.

Die Urkunde kann jetzt im Eingangsbereich des Feuerwehrhauses bewundert werden. Michael Krasser war in der Vorbereitung des Festwochenendes sehr stark involviert, ist er doch in beiden Vereinen Mitglied

Als leidenschaftlicher Sammler alter Bierkrüge stieß Krasser durch Zufall auf die Urkunde der Feuerwehr Untersteinach: "In den Ebay-Kleinanzeigen wurde ich auf sie aufmerksam. Zunächst habe ich mich bei unserem gemeindlichen Archivar Dieter Geyer erkundigt, ob es sich hier wirklich um unsere Feuerwehr Untersteinach handelt." Ein Blick auf Namen und Ämter bestätigte dies schnell-

Der Besitzer der Urkunde, der in Nordrhein-Westfalen zu Hause war, hatte das Dokument auf einem Trödelmarkt erworben. Michael Krasser akzeptierte den "handelsüblichen" Preis von 200 Euro. Mit der Post gelangte die Urkunde dann wenige Tage später sicher verpackt in ihren Heimatort.

Kommandant Markus Stumpf freute sich über die spontane Aktion. "Es ist immer wieder schön, wenn man so ein Andenken hat."

Die 100 Jahre alte Urkunde ist noch in einem guten Zustand, die Namen darauf sind gut leserlich, darunter ist auch der damalige Hauptmann und Bierbrauer Pöhlmann, der von 1871 bis 1912 Kommandant der Untersteinacher Wehr war. Es folgten auf der Urkunde noch die Namen Schütz, Vießmann, Schuberth und Angermann, alles uralte Untersteinacher Familiennamen, die in weiteren Ämtern tätig waren. Rei.