Zahlreiche Bauangelegenheiten bestimmten den Verlauf der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend im Saal des Gemeindezentrums. Breiten Raum nahm dabei der Neubau des Feuerwehrgerätehauses am Festplatz ein. Hier gab Bürgermeister Günther Hübner (CSU) bekannt, dass in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen wurde, für die Standsicherheit des Baugrunds nachträglich eine Prüfstatik in Auftrag zu geben.

Die Feuerwehr Harsdorf erhält ein gebrauchtes Mehrzweckfahrzeug. Die Anschaffungskosten teilen sich die Kommune und der Feuerwehrverein. Schließlich darf die Gemeinde Harsdorf auch in diesem Jahr mit einer Stabilisierungshilfe von 400 000 Euro rechnen.

Die Mitglieder des Bauausschusses hatten das Baufeld für das neue Gerätehaus in Augenschein genommen. Wie Hübner dazu mitteilte, laufen derzeit die Fundamentarbeiten. Bislang seien wegen des Untergrunds keine Besonderheiten aufgetreten. Wegen des Heizungssystems und der Fassadengestaltung besteht im Gremium noch Beratungsbedarf. Nachdem feststeht, dass ein kostengünstiger Gasanschluss nicht bereitgestellt werden kann, wird es aber auf eine umweltfreundliche Heizung mit Wärmepumpe und Fußbodenheizung hinauslaufen. Der Bürgermeister kündigte dafür größere Kostenmehrungen an. Er machte deutlich, dass auch ein Nichtausbau des Obergeschosses wegen der Abgrenzung für eine Gewährleistungsübernahme schwierig ist.

Doch ein Teilausbau?

"Auch hierzu sind nochmals Festlegungen erforderlich, vielleicht ist ein Teilausbau der bessere Weg. Dann müsste man zu einzelnen Gewerken eventuell Spendengelder akquirieren." Bis zur Januarsitzung will Hübner Vorschläge zu den offenen Punkten unterbreiten und auch eine Kostenfortschreibung des Architekturbüros Just aus Bindlach vorlegen.

Hübner berichtete ferner über die Besichtigung der Wasserhochbehälter in Oberlaitsch und am TSV-Sportplatz. Die weitgehend abgeschlossenen Sanierungsarbeiten in Oberlaitsch waren nach Meinung von Bürgermeister Hübner dringend notwendig. Am einige Jahre älteren Hochbehälter am Sportplatz seien die Arbeiten noch voll im Gange.

Günther Hübner gab noch die Anregung von Gemeinderat Wilhelm Lauterbach (FW) bekannt, der in der Raiffeisenstraße einen Gehweg für notwendig hält. Der Bürgermeister sicherte zu, das Thema zeitnah aufzugreifen, zumal die Raiffeisenstraße im Anschluss an den Kanalbau teilweise neue Bordsteine erhält.

Brauverein wird gegründet

Einig war sich der Bauausschuss darüber, so schnell wie möglich einen Brauverein zu gründen, um für die Ausstattung im "Bräuhaus" einen Zuschuss aus dem Regionalbudget des integrierten ländlichen Entwicklungsprojekts "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland" beantragen zu können.

Seit zehn Jahren kämpft die Gemeinde Harsdorf mit der Deutschen Bahn um die anteiligen Kosten für die Bahnübergänge Erlenweg und Hirtengasse. Der gemeindliche Anteil liegt aufgrund von Nachträgen in Höhe von 110 000 Euro jetzt bei insgesamt 405 000 Euro. "Wir haben mehrfach versucht, die Mehrkosten zu reduzieren. Eine Rechtsgrundlage hierfür besteht jedoch nicht. Die DB hat sich bereit erklärt, kulanzhalber 17 000 Euro abzuziehen."

Nachträgen zugestimmt

250 000 Euro hat Harsdorf bisher an die Bahn überwiesen, folglich kommen noch 138 000 Euro auf die Gemeinde zu. Im Haushalt 2021 waren 125 000 Euro eingeplant. Die Regierung von Oberfranken gewährt der Gemeinde einen Zuschuss von 172 000 Euro, davon sind 134 000 Euro bereits eingegangen.

Um die Sache zu einem Abschluss zu bringen, beschloss der Gemeinderat die beiden Nachträge einstimmig.