Die letzte Fahrt des Seniorenkreises St. Georg Höchstadt für dieses Jahr sollte nach Wertheim in Unterfranken führen. Zu ihrem Leidwesen gerieten die Senioren unvermittelt in einen Stau, der sich nach einem schweren Auffahrunfall eines Kleinlasters bildete. Drastisch vor Augen geführt wurde ihnen die Unvernunft vieler Autofahrer, die erst nach zeitraubenden Rangiermanövern eine Rettungsgasse bilden konnten. Trotz der Sorge und des Mitgefühls für die Unfallopfer, die der Einsatz eines Hubschraubers auslöste, war die Stimmung im Bus gut. Eine Mitreisende meinte, sie habe bisher noch keinen Stau erlebt und sehe das nun auch mal.
Mit Sitzgymnastik und kleinen Bewegungsübungen sowie Informationen über Wertheim wurde die Wartezeit überbrückt. Peter Ott erzählte Geschichten und konnte so die Gäste bei Laune halten So vergingen die zweieinhalb Stunden zwar nicht im Flug, aber doch recht flott. Aufgrund der Verzögerung mussten allerdings sowohl die Stadtführung in Wertheim als auch das Kaffeetrinken ausfallen.
Die Gruppe fuhr also direkt nach Wiebelbach, einem Ortsteil von Kreuzwertheim, wo die Höchstadter Senioren in der St.-Josef-Kirche eine meditative Andacht zum freudenreichen Rosenkranz hielten. Bemerkenswert in der Kirche ist das Altarbild, das die seltene Darstellung der Mutter Maria mit ihrem gekreuzigten Sohn und dem heiligen Josef zeigt.
Den Abschluss dieses Tages bildete das gemeinsame Abendessen in dem nahe gelegenen, wunderschönen Dorfgasthof. Trotz sehr guter Küche und freundlicher Wirtin wird ihm in wenigen Jahren das gleiche Schicksal widerfahren wie vielen anderen auch: Er wird schließen, da kein Nachfolger vorhanden ist.
Pia Hackenberg