Spritpreis-Bremse kommt: Bundestag beschließt Maßnahmenpaket – was das jetzt bedeutet

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Die Spritpreisbremse soll kommen. Das wurde am Donnerstagvormittag vom Bundestag beschlossen. Was bedeutet das nun genau für Verbraucher an der Zapfsäule?

Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in Deutschland deutlich gestiegen. Blickt man auf unsere Nachbarländer, wurden die Spritpreise dort zwar auch angehoben, allerdings nur leicht. Zahlreiche Menschen, die in Grenzregionen wohnen, nutzen die günstigeren Preise andernorts, um dort zu tanken.

Wer beispielsweise in Oberfranken lebt und es nicht weit nach Tschechien hat, profitiert von Benzinpreisen um die 1,66 Euro. Dass der Sprit so teuer ist, zwingt viele in die Knie. Die Bundesregierung möchte gegensteuern, die Frage ist nur: Wie? 

Spritpreismaßnahmen sollen kommen: Paket muss noch durch Bundesrat

Am Donnerstag (26. März 2026) wurde über das Spritpreispaket abgestimmt und ein Maßnahmenpaket beschlossen. Das berichtet am Vormittag die Deutsche Presse-Agentur. Tankstellen sollen demnach nur noch einmal am Tag, nämlich um 12 Uhr, die Preise erhöhen dürfen.

Die neue Regelung könnte sogar noch vor Ostern in Kraft treten. Experten kritisieren, dass es der falsche Weg sei, wenn die Politik aktiv in die Märkte eingreift. Ob eine Spritpreisbremse wirklich zu geringeren Kosten an der Zapfsäule führt, sei fraglich. 

Zudem soll das Kartellrecht verschärft werden; das Bundeskartellamt soll so mehr Befugnisse gegen die überhöhten Spritpreise bekommen. Wie tagesschau.de informiert, sollen zahlreiche Stimmen bezüglich des Maßnahmenpakets laut geworden sein, dass diese noch lange nicht ausreichen würden, um Verbraucher wirklich zu entlasten.

Kommt eine Übergewinnsteuer als weitere Maßnahme? Wer profitiert davon?

Laut Deutscher Presse-Agentur wird eine weitere Maßnahme besprochen: eine Übergewinnsteuer. Wenn Tankstellen und Konzerne aufgrund der Preiserhöhungen deutlich höhere Gewinne einfahren, sollen diese über eine Übergewinnsteuer abgeschöpft und somit Verbraucher entlastet werden. Wie, ist offen. 

Überdies wird darüber debattiert, ob die Pendlerpauschale erhöht wird, die Stromsteuer für alle gesenkt oder Lebensmittel vergünstigt werden können.

In den nächsten Wochen will die Bundesregierung weitere Reformen auf den Weg bringen. Im Gespräch sind unter anderem eine Mehrwertsteuererhöhung und das Ende des Ehegattensplittings. Dieses soll abgeschafft werden, um mehr Menschen zur Vollzeitarbeit zu bewegen.

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