"Survival" war das Thema des diesjährigen Zeltlagers der KJG Oberbach. Als hätte Petrus das Thema gekannt, machte er den Anfang das Zeltleben alles andere als einfach: Mit einer Starkregen-Nacht begann das verlängerte Zeltwochenende. Deshalb fielen die geplanten Outdoor-Aktivitäten erst einmal aus. "Wir haben uns die Zeit an diesem Abend eben mit Malen und Liedersingen vertrieben, nachdem der Regen das Lagerfeuer zerstört hatte", sagte Mitorganisatorin Lena Ankenbrand.
Ab Freitag zeigte sich das Wetter von seiner freundlicheren Seite, und mit Gummistiefeln war auch der schlammig gewordene Zeltplatz auf der sogenannte "Insel" an der Sinn nahe dem Oberbacher Fußballplatz zu begehen. Die Teilnehmer bastelten aus selbst gesammelten Holzruten Pfeil und Bogen, auf dem Programm standen ein Stationenlauf sowie Tarnen und Verstecken.


Lagerfeuer und Heilkräuter

Zum Survival-Thema passte auch das Errichten einer Erste-Hilfe-Station. Die 13 teilnehmenden Kinder lernten die Rettungskette kennen und übten leichte Erstehilfemaßnahmen. Auch wie man einen Notruf richtig absetzt. Beim Parcourslauf über natürliche Hindernisse wurde die Motorik geschult. Außerdem wurde Stockbrot über dem Lagerfeuer gebacken, und die obligatorische Nachtwanderung mit Erschrecken und anschließender Gruselgeschichte fehlte nicht. Den Umgang mit dem Kompass konnten die Kinder bei einem Orientierungslauf und einer Schatzsuche üben.
Frank Rüttiger leitete den Lagergottesdienst. Über natürliche Hilfe mit den richtigen Pflanzen, etwa bei Insektenstichen, klärte Kräuterführerin Johanna Kellermann auf. Einige brachte sie mit, zudem zeigte sie, wo man Heilpflanzen finden kann und machte sich mit den Kindern entlang der Sinn auf die Suche.