Am Freitagabend startete der FV Mistelfeld die dreitägige Jubiläumsfeier anlässlich seines 70-jährigen Bestehens mit einem Festakt im Festzelt auf dem Vereinsgelände am Ortsrand des drittgrößten Lichtenfelser Stadtteils.
Vorsitzender Bernhard Geiger, der den Verein bereits seit 27 Jahren führt, stellte in seiner Ansprache besonders heraus, dass ein Sportverein ein Ort der Freude und Geselligkeit sein möchte. Er wolle durch sein Sportangebot aber auch etwas für die Gesundheit seiner Mitglieder tun. Gerade der Fußballsport habe einen sehr hohen Stellenwert und sei eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Die ehrenamtliche Tätigkeit als wichtiges Element des gesellschaftlichen Lebens sei immer das Fundament des FV Mistelfeld gewesen und habe sich bis zum heutigen Tag erhalten. Deshalb könne man voller Stolz auf das langjährige Vereinsgeschehen und auf das in sieben Jahrzehnten Geschaffene zurückblicken.
In sportlicher Hinsicht habe es ein Auf und Ab gegeben, wobei man sich entsprechend der früheren Einteilung in der A-, B- oder C-Klasse bewegte. Man konnte viele Meisterschaften feiern, musste aber auch immer wieder Abstiege hinnehmen. Aktuell spiele man in der Kreisklasse, in der man sich auch in den kommenden Jahren behaupten möchte. Als zukunftsweisende Maßnahme stellte der Vorsitzende den 1996 im Jugendbereich erfolgten Zusammenschluss mit den Nachbarvereinen Roth und Isling zu einer Spielgemeinschaft heraus, aus der dann später die Jugend-Fördergemeinschaft (JFG) Leuchsental entstand. Bernhard Geiger ließ auch die zweite Abteilung des Vereins, die aktive Gymnastik-Abteilung, nicht unerwähnt.
Das vielseitige Programm der dreitägigen Jubiläumsveranstaltung werde dem Motto "Sport, Spaß und Unterhaltung" vollauf gerecht, wobei der Fußballsport mit Turnieren für Vereinsteams, Freizeitmannschaften und 30 Jugendteams im Mittelpunkt steht, unterstrich der Vorsitzende abschließend.
Landrat Christian Meißner hob hervor, dass das Herz des Fußballsports im Amateurbereich schlage. Der Breitensport biete die Möglichkeit, sich als Spieler, Funktionär oder Fan einzubringen und sich zu engagieren.
Für Bürgermeister Andreas Hügerich war es natürlich ein besonderes Erlebnis, dass er ein Vereinsjubiläum in seinem Heimatort mitfeiern durfte, zumal er als Jugendlicher beim FV Mistelfeld Fußball spielte. "Während meiner aktiven Zeit als Fußballer habe ich Kameradschaft und Teamgeist erlebt und gelernt, die eigenen oder gegnerischen Spieler zu respektieren, was mir sehr viel für mein späteres Leben gebracht hat", unterstrich der Bürgermeister.
Sportreferent Winfried Weinbeer stellte die Kameradschaft und den Zusammenhalt beim Jubelverein besonders heraus. Die Zukunft eines Vereins liege in der Schüler- und Jugendarbeit, weshalb er besonders die Bildung von Jugendfördergemeinschaften begrüße. Den Jugendlichen würde in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten eine sinnvolle Freizeitgestaltung geboten und ihr soziales Verhalten gestärkt. Der BLSV-Kreisvorsitzende Hans-Peter Dentsch sah im FV Mistelfeld einen erfolgreichen Sportverein mit vorbildlichen Sportanlagen, mehreren Mannschaften, einer guten Jugendarbeit und einer Gymnastikabteilung. Alle Redner übergaben an den Vorsitzenden Bernhard Geiger ein Geldgeschenk. Der Kreisspielleiter Egon Grünbeck gratulierte im Namen des Bayerischen Fußballverbandes und überreichte einen Fußball. Pfarrer Henryk Chelkowski wünschte dem Verein eine gute Entwicklung und Gottes Segen, wobei er anmerkte, dass er einst im Gymnasium und im Priesterseminar Fußball gespielt habe, sich aber bald mehr dem Orgel- und Klavierspiel widmete. Verbunden mit den besten Wünschen übergaben auch die Mistelfelder Vereine ein Geldgeschenk, und zwar Jürgen Panzer für die Soldatenkameradschaft, Bernd Krauß für den CSU-Ortsverband, Uli Zech für den Obst- und Gartenbauverein, Bernd Dauer für den Gesang- und Musikverein, Matthias Wagner für die Feuerwehr und Jürgen Holhut für den Fanclub "Bayern Bomber". thi