Von einem scheinbar ganz normalen Januar spricht die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg in ihrem aktuellen Pressebericht. "In diesem Jahr ließ der Winter nicht lange auf sich warten und bescherte dem Agenturbezirk Bamberg-Coburg den gesamten Monat über Minustemperaturen mit Eis und Schnee. Dennoch fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit um 9,9 Prozent (192 Menschen) geringer aus als im letzten Jahr vor der Krise, als der Januar sehr mild war", sagt Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg.

Im Landkreis Coburg stieg die Arbeitslosigkeit im Januar jahreszeitlich bedingt um 220 (+11,8 Prozent) Personen auf 2078. Es verloren so viele Menschen ihre Beschäftigung wie im Vorjahr. Gleichzeitig fanden 14,5 Prozent mehr Personen einen neuen Arbeitsplatz. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich seit dem vergangenen Jahr um 18,5 Prozent (+324 Personen). Im vergangen Monat stieg die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent (Vorjahr 3,5 Prozent).

Der Arbeitgeberservice bekam im Januar 139 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote aus dem Landkreis gemeldet, 6,7 Prozent (-10) weniger als vor einem Jahr. Im Stellenpool sind derzeit 914 Jobangebote, 4,2 Prozent mehr (+37) als im Vorjahresmonat.

In der Stadt Coburg fiel der Winteranstieg der Arbeitslosigkeit trotz des andauernden Lockdowns saisonüblich aus. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Januar um 100 (+7,7 Prozent) Personen auf 1394. Das ist der schwächste Anstieg im Agenturbezirk.

Die Arbeitslosigkeit liegt um 16,7 Prozent (+199 Personen) über dem Vorjahresniveau. Es verloren 14,9 Prozent (32) weniger Menschen ihre Beschäftigung als im vergangenen Jahr. Zeitgleich fanden vier Personen weniger einen neuen Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent (Vorjahreswert 5,2 Prozent).

Im Januar meldeten die Arbeitgeber aus der Stadt Coburg dem Arbeitgeberservice 166 sozialversicherungspflichtige Stellen. Das sind 14,5 Prozent (+21) mehr als vor einem Jahr. Im Bestand sind aktuell 716 Beschäftigungsangebote, 3,2 Prozent (-24) weniger als vor zwölf Monaten.

Zum Jahresbeginn werde überwiegend im Bauhandwerk verstärkt Personal für kurze Zeit entlassen, sagt Glos. Deshalb steige im Januar die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg. Da in den Bauberufen überwiegend Männer arbeiteten, machten sie den Großteil der Arbeitslosmeldungen aus. Zum Start in den Frühling, spätestens im März, werde deren Zahl wieder zügig zurückgehen, denkt Brigitte Glos. red