Nach gut 18 Monaten konnte der Vorsitzende des St.-Johannes-Vereines Oberthulba, Jürgen Weigand, die Vereinsmitglieder endlich wieder zu einer Jahreshauptversammlung begrüßen.

Der St.-Johannes-Verein ist Träger der beiden Kindergärten in Hassenbach und Oberthulba, wo auch das "Spatzennest" angegliedert ist, das Kinderhaus für die ganz Kleinen.

Weigand bedankte sich zu Beginn bei den beiden Kindergartenteams für ihren Einsatz während der Corona-Zeit. Es musste ständig auf neue Regelungen reagiert werden, Schließungen und Quarantäne waren immer wieder notwendig. Durch verschiedenste Aktivitäten wurde versucht, trotzdem immer engen Kontakt zu halten zu Kindern und Eltern, um möglichst unbeschadet durch die Pandemie zu kommen.

"Im Rückblick auf diese Zeit sind für mich die Kleinsten die Größten", so der Vorsitzende. "Gerade die Kinder mussten während der Krise oft zurückstehen, und es ist bewundernswert, wie sie das dennoch gemeistert haben. Sagen Sie Ihren Kindern, dass sie darauf wirklich stolz sein können."

In seinem Tätigkeitsbericht konnte Weigand auch auf einige gelungene Projekte verweisen, die in den vergangenen beiden Jahren umgesetzt wurden. So wurde im großen Kindergarten ein Bistro gestaltet, in dem die Kinder nun gemeinsam essen können und das nicht mehr in ihren Gruppenräumen tun müssen.

Im Spatzennest wurde eine zweite Ebene erstellt, auf der die ganz Kleinen sich nun austoben, klettern und rutschen können. Der graue Zaun am Spielplatz wurde mit Hilfe vieler fleißiger Hände endlich bunt. Für Hassenbach gab es einen neuen Wickeltisch und mehrere andere kleinere Anschaffungen.

Zertifikat erhalten

Eine erfreuliche Meldung gab es von der Leiterin in Hassenbach, Nicole Gündling: Der Kindergarten Hassenbach erhielt als eine von wenigen Einrichtungen in Deutschland das Zertifikat "Clever in Sonne und Schatten" für die Teilnahme an einem Projekt zur Verhinderung von Hautkrebserkrankungen.

Auf erfreuliche Rückmeldungen in einer Umfrage zu den Kindergärten der Allianz Kissinger Bogen konnte die Leiterin in Oberthulba, Sigrid Albrecht, verweisen: "Die absolute Mehrzahl der Eltern sieht unsere Arbeit in allen Bereichen positiv, darauf können wir stolz sein und weiter aufbauen". Das letzte und größte umgesetzte Bauvorhaben erläuterte Anna Härterich vom Elternbeirat Oberthulba: In komplett eigener Regie plante und gestaltete der Elternbeirat eine weitere Spielfläche hinter der Kirche, mit einem Bolzplatz, Klettergerüsten und einer Rennbahn für die Kinderfahrzeuge. 250 Helferstunden wurden dabei geleistet, Unterstützung kam von der Gemeinde, der Kirchenverwaltung und vielen gewerblichen und privaten Sponsoren. Dafür gab es ein Sonderlob der Vorstandschaft: "So ein großes Vorhaben als Elternbeirat von Anfang bis Ende eigenständig zu realisieren, ist absolut keine Selbstverständlichkeit", so Weigand.

Michaela Lachsgang gab gleichermaßen einen Einblick in die Aktivitäten des Elternbeirates in Hassenbach. "Durch Corona konnten wir leider nicht so viel machen wie sonst, aber unser Weihnachtsmarkt zum Beispiel ist immer ein großer Erfolg. Wir hoffen aber, dass das heuer wieder möglich ist", erklärte sie abschließend.

Die finanzielle Situation des Vereins legte die Kassiererin Sabine Eyrich-Halbig ausführlich dar. Aufgrund der Pandemie gab es besonders für sie mehr zu tun als normal, weshalb es seit Kurzem auch eine personelle Unterstützung im Verein für diese umfangreiche Tätigkeit gibt. Das Ergebnis nach gut zwei Jahren ist dennoch erfreulich, der Verein steht finanziell auf gesunden Füßen.

Das konnte auch die Kassenprüferin und Geschäftsführerin der Gemeinde Oberthulba, Nicole Wehner, bestätigen. Sie bedankte sich bei der Kassiererin für ihre Arbeit und bescheinigte eine vorbildliche Buchführung. Auch die 3. Bürgermeisterin Margot Schottdorf fand lobende Worte für Vorstandschaft, Elternbeirat und die Kindergartenteams. Sie bedankte sich besonders für die ehrenamtliche Tätigkeit und unterstrich deren Bedeutung. "Die Vereine sind ein Grundpfeiler unserer dörflichen Gemeinschaft", so Schottdorf. "Das ehrenamtliche Engagement ist gerade jetzt wichtiger denn je". Mit einem Ausblick auf die nähere Zukunft, in der vor allem weiter steigende Kinderzahlen und damit verbunden räumliche Veränderungen in den beiden Einrichtungen zu erwarten sind, beendete Jürgen Weigand die Versammlung. red