Bereits 2014 wurde damit begonnen, die ersten von insgesamt 288 Straßenleuchten auf die neue LED-Technik umzustellen. Bis heute sind bereits 30 Leuchten umgerüstet. Jetzt will die Gemeinde eine Maßnahme des Bundes im Rahmen seiner nationalen Klimaschutzinitiative nutzen. Bei einer zu erwartenden Stromeinsparung von über 80 Prozent gibt es eine Förderung von 25 Prozent auf die Investitionskosten. Der Nutzen liegt auf der Hand. Die Analyse des Leuchtenbestandes in Trebgast und seinen Ortsteilen ergab, dass im Gemeindegebiet 50 vorhandene Lichtpunkte im Rahmen dieser Förderung umgerüstet werden können.
Bei diesen "Stromfressern" handelt es sich im Wesentlichen um Leuchten auf acht Meter hohen Masten, die aktuell etwa 180 Watt je Leuchte verbrauchen. "Das sind bei einer Brenndauer von 4000 Stunden 500 KWh pro Jahr", ermittelte Gemeinderat Emil Lauterbach (CSU/NWG). "Eine LED verbraucht etwa 32 Watt. Das entspricht einer Jahresleistung von 80 KWh pro Jahr. Nach der Umrüstung würde sich somit der aktuelle Jahresverbrauch dieser 50 Leuchten von 21 000 KWh auf 3700 KWh verringern." Die Lebensdauer einer LED-Leuchte wird generell mit 50 000 Betriebsstunden angegeben.


Umrüstung im März

Bei einer Kostenschätzung wurden dafür Gesamtausgaben von zirka 37 000 Euro ermittelt. Nach Abzug der Fördermittel in Höhe von 9200 Euro verbleibt bei der Kommune ein Eigenanteil von 27 800 Euro. Nachdem der Zuwendungsbescheid inzwischen vorliegt, beauftragten die Räte die Firma Energievision Franken mit der Durchführung einer beschränkten Ausschreibung. Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Vergabe der Arbeiten im Februar, Ausführung der Umrüstungsmaßnahme im März 2017 an folgenden Standorten: Bayreuther Straße (eine Leuchte), Bergstraße (4), Hangstraße (7), Kulmbacher Straße (2), Lindauer Straße (3), Lindenstraße (5), Alter Michelsreuther Weg (5), Lettenweg (4), Feuln (3) und Lindau (16).
Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) sprach von einer sinnvollen Maßnahme. Durch eingesparte Stromkosten von 3500 Euro pro Jahr könne der Haushalt auf Dauer entlastet werden. Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme richtet die Gemeinde den dringenden Appell an alle Bürger, betreffende Lampenstandorte von Bewuchs freizuhalten. Die Nichtbeachtung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann von der Verwaltung mit einem Bußgeld geahndet werden.
Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (SPD/WG) und Helmut Küfner (SPD/WG) regten an, die an den Ortseingängen aufgestellten Willkommens-Schilder etwas zeitgemäßer zu gestalten. Auch der Informations-Pavillon am Marktplatz neben dem Landgasthof biete eher ein düsteres Erscheinungsbild und sei eines Ferien- und Festspielortes nicht mehr angemessen.
Die Firma MeDok GmbH plant in Lindau den Neubau eines Bürogebäudes mit Doppelgarage sowie die Umnutzung einer bestehenden Doppelgarage zu einem Bürogebäude. Der Gemeinderat stimmte zu.