In einem ungewohnten Rahmen fand die Generalversammlung des TSV Wollbach statt. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen hatte man sich seitens der Vereinsführung darauf verständigt, die Anzahl der Teilnehmer so gering zu halten. Nur so konnte der vorgeschriebene formelle Teil abgehandelt werden, ohne dabei die Statuten zu verletzen.

So begrüßte der Vorsitzende Wirtschaftsbetrieb, Dieter Wolf, lediglich das Gremium des Vereinsausschusses und die beiden Kassenprüfer, als er die Generalversammlung eröffnete. In seiner Ansprache ging er auf die besonderen Umstände ein, die diesen Schritt erforderten. So werden die in diesem Jahr anstehenden Ehrungen für langjährige Mitglieder auf die nächste Versammlung im Frühjahr 2021 verlegt. Das Versammlungsprotokoll und die Berichte der Abteilungsleiter und Trainer werden auf der Homepage des Vereins eingestellt.

Finanzlage entspannt

Marion Rößer, Vorsitzende Finanzen, gab den Kassenbericht. Die Einnahmen lagen 2019 etwa zehn Prozent über dem Wert der Ausgaben. Haupteinnahmequellen waren wie bisher die Mitgliederbeiträge und die Einnahmen durch den Sportheimbetrieb. Durch eine steigende Zahl von Vermietungen für externe Veranstaltungen und private Feiern konnte ein Rückgang bei den Einnahmen an Heimspieltagen positiv ausgeglichen werden. Die größten Posten bei den Ausgaben sind, wie in den letzten Jahren, die finanziellen Aufwendungen für Trainer und Übungsleiter sowie die für die Abgaben an die Verbände.

Zufrieden zeigte sich Marion Rößer beim Blick auf die aktuelle Situation. Trotz eines fast 100-prozentigen Ausfalls der Sportheim-Einnahmen seit Beginn der Corona-Pandemie ist es dem TSV sogar möglich, bestehende Verbindlichkeiten abzubauen. Grund hierfür ist unter anderem der Gehaltsverzicht aller Trainer und Übungsleiter sowie eine gesunde Struktur der Mitgliedsbeiträge.

Aufgrund der Lockerungen ist in den einzelnen Sparten der Trainings- und Spielbetrieb teilweise wieder angelaufen. Der Vorsitzende Sport, Steffen Schmitt erinnerte aber die Abteilungsleiter und Trainer an die damit verbundenen Vorgaben. Während beim Volleyball aufgrund eines Verbots der Gemeinde noch keine Zuschauer in der Halle zugelassen sind, starten am Wochenende die Fußballer auf dem vereinseigenen Sportgelände mit dem ersten Heimspiel. Hier wird es noch spürbare Einschränkungen insbesondere für die Zuschauer geben. Das Sportheim bleibt vorerst geschlossen, es wird nur einen Außenverkauf ohne Bestuhlung geben. Gäste und Sportler müssen sich in Anwesenheitslisten eintragen und auf dem gesamten Sportgelände gilt, mit Ausnahme für die aktiven Sportler eine Maskenpflicht.

Eine der ersten Veranstaltungen, die seit Beginn der Pandemie auf dem Sportgelände stattfand, war die Hans-Dorfner-Fußballschule Anfang August. Der Jugendfußball-Abteilungsleiter Michael Frank konnte von einem großen Erfolg berichten, so dass einer Neuauflage 2021 nichts im Wege steht.

Ressourcen erschöpft

Der Vorsitzende Liegenschaften, Matthias Keßler erläuterte im Anschluss das in diesem Jahr erstmals aufgetretene Problem der Bewässerung der Sportanlagen. Der TSV hatte in diesem Bereich in den letzten Jahrzehnten vorgesorgt und ausreichende Brunnen- und Zisternenanlagen gebaut und angelegt. Aufgrund des Absinkens des Grundwasserspiegels in Folge des Klimawandels schwinden jedoch diese Ressourcen, so dass sich der Verein dringend auf die Suche nach einer Lösung dieses Problems machen muss.

Abschließend gab Dieter Wolf noch einen Ausblick. Die Wöllbicher Kirmes, für deren Ausrichtung heuer der TSV verantwortlich gewesen wäre, konnte in Absprache mit der Feuerwehr auf nächstes Jahr verschoben werden, aber auch hier sind detaillierte Planungen noch auf Eis gelegt. Der in den letzten beiden Jahren sehr erfolgreich durchgeführte Christbaumverkauf soll heuer wieder stattfinden. red