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Effeltrich
effeltrich.inFranken.de  Beim politischen Frühschoppen der CSU/ÜWG Effeltrich und Gaiganz ging es um den Ausbau des Radwegenetzes.

"Thema für den Wahlkampf ausgenutzt"

Beim politischen Frühschoppen der CSU/ÜWG Effeltrich und Gaiganz stieß das Thema "Radwegeausbau" auf großes Interesse. Im gut gefüllten Saal des Gasthaus "Zur Linde" entstand eine spannende Diskussion...
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Neben den Landtagsabgeordneten Michael Hofmann (CSU) und Matthias Fischbach (FDP) sowie den Bürgermeisterkandidaten waren auch viele interessierte Bürger zum politischen Frühschoppens der CSU/ÜWG Effeltrich und Gaiganz gekommen. Foto: Johannes Steinert
Neben den Landtagsabgeordneten Michael Hofmann (CSU) und Matthias Fischbach (FDP) sowie den Bürgermeisterkandidaten waren auch viele interessierte Bürger zum politischen Frühschoppens der CSU/ÜWG Effeltrich und Gaiganz gekommen. Foto: Johannes Steinert

Beim politischen Frühschoppen der CSU/ÜWG Effeltrich und Gaiganz stieß das Thema "Radwegeausbau" auf großes Interesse. Im gut gefüllten Saal des Gasthaus "Zur Linde" entstand eine spannende Diskussion mit vielen neuen Informationen. Bürgermeisterkandidatin Christine Bertholdt (CSU/ÜWG) lobte dabei das Engagement für eine Unterschriftenaktion zum Radwegeausbau Effeltrich-Gaiganz-Kunreuth. Allerdings vermisste sie die parteiübergreifende Arbeit bei diesem Thema. Alle antretenden Parteien hätten den Ausbau des Radweges in ihrem Wahlprogramm, doch die Unterschriftenaktion habe gezeigt, dass das Thema als reine Wahlkampfaktion einer einzelnen Partei ausgenutzt worden sei.

"Keine seriöse Politik"

Vor allem ohne "stabilen politischen Unterbau", was Landtagsabgeordneter Michael Hofmann (CSU) monierte. Man habe sich auf Aussagen von MdL Matthias Fischbach (FDP) verlassen. "Es ist aber einfach falsch, den Leuten vorzumachen, mit der Unterschriftensammlung oder dem Einreichen einer Petition sei das Ziel schneller zu erreichen", sagte Hofmann. Wer so mitten im Wahlkampf falsche Hoffnungen weckt, macht nach Ansicht Hofmanns keine seriöse Politik. Eine Radwegverbindung von Kunreuth nach Effeltrich erfülle derzeit nach Auskunft des Straßenbauamts nicht die notwendigen Kriterien, um in das nächste Programm aufgenommen zu werden. Die für den Ausbau nötige Hürde von 2500 Autos pro Tag werde dort nicht erreicht. Hier seien - landkreisweit betrachtet - andere Maßnahmen weiter oben auf der Liste. Auch würde mit der Verbindung keine Lücke im Radwegenetz geschlossen. Dazu müsse zunächst der Radweg von Effeltrich nach Langensendelbach verwirklicht werden. Hier seien aber die Grundstücksverhandlungen noch nicht einmal begonnen.

Der Effeltricher Gemeinderat Oswald Werner (CSU/ÜWG) forderte, erst einmal die Hausaufgaben vor Ort zu machen, bevor man Schuldige fürs "Warten" in der großen Politik sucht. Die zur Hälfte schon ausgebaute Feldfuhre am "Kestlberg" als Alternativroute für Fahrradfahrer von Effeltrich nach Gaiganz könne man relativ leicht ertüchtigen. Außerdem sollte der komplette Fokus auf den bereits genehmigten Radweg zwischen Effeltrich und Langensendelbach gelegt werden, "damit uns die anliegenden Grundstückseigentümer dort keinen Strich durch die Rechnung machen".

"Auf Einzelaktionen verzichten"

Bürgermeisterkandidatin Bertholdt appellierte noch einmal, solche Themen gemeinsam und parteiübergreifend anzugehen und auf Einzelaktionen zu verzichten. Es sollten immer alle Parteien gleichmäßig informiert und mit ins Boot geholt werden. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, könne man für die Gemeinde auch etwas bewegen. red