Es ist Tradition, dass die Theatergruppe Weisendorf den Überschuss aus den dreitägigen Aufführungen in der Reihe "Holliwudd laif in Franken" an zahlreiche Adressaten spendet. Im Jubiläumsjahr waren es 5140 Euro, die der Dreiakter "Man wird sich doch mal irren dürfen" in fränkischer Mundart mit Lokalkolorit an Überschuss eingespielt hat. Damit ist das Spendenkonto auf stolze 78 500 Euro angewachsen.
"Unser Theatergruppe besteht nun seit 25 Jahren und die Jubiläumsvorstellungen 2017 haben sich nahtlos in der Erfolge der vergangenen Jahre eingefügt", berichtete Hans Kreiner im Sitzungssaal des Weisendorfer Rathauses, in das 26 Vertreter aus Vereinen, Einrichtungen und Institutionen sowie Organisationen eingeladen waren.
"Wir haben Sie eingeladen, um Ihnen für ehrenamtliche Tätigkeit eine kleine Zuwendung zugunsten Ihrer Institution zukommen zu lassen. Ohne Ihre wertvolle ehrenamtliche Tätigkeit sähe es in unserer Gesellschaft sehr düster aus", erklärte Hans Kreiner an die Spendenempfänger und Sponsoren gewandt. Die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstrich auch Bürgermeister Heinrich Süß, so lebe eine Gemeinde vom bürgerschaftlichen Engagement, stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt und mache das Leben in einer Kommune auch lebenswert. Deswegen sei es auch eine Selbstverständlichkeit, dass der Markt Weisendorf die Mehrzweckhalle für die Aufführungen kostenlos zu Verfügung stelle, und auch die Überlassung des Sitzungssaales für die Spendenübergabe unterstreiche das Engagement der Theatergruppe.
Hans Kreiner, Chef der Truppe, hob einige besonders hervor. Die Firmen Peter Brehm, Neumüller Elektronik, Spedition Peetz, Messebau Rehorst, Rewe Zwingel Markt und Heizung Seeberger, die den Jubiläumsflyer finanzierten. So wird die Theatergruppe vor und nach den Vorstellungen von einer Reihe von Firmen mit Material und Logistik unterstützt und zahlreiche Helfer vor und hinter der Bühne sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Ein Dank ging auch an den ASV, die Freiwillige Feuerwehr und die Gärtnerei Groß. "Was gibt es Schöneres, als anderen eine Freude zu bereiten?" - diese Frage hat Hans Kreiner schon öfter gestellt, bevor es an die Übergabe der Spenden gegangen war.


Zahlreiche Empfänger

Denn erst sorgen die Laienschauspieler beim Publikum aus nah und fern für Freude, dann dürfen sich die Empfänger der Spenden freuen. Also all die ehrenamtlichen Vertreter von humanitären, sozialen und karitativen Einrichtungen, Verbänden, Vereinen und Institutionen. So die drei örtlichen Kindergärten, die Kinderkrebshilfe und das Kinderhospiz Erlangen, das dortige Ronald-McDonald-Haus und die Oase Erlangen sowie der Hospizverein Herzogenaurach.
Weitere Spenden gingen an die Mukoviszidose-Stiftung, die Beck'sche Kinderstiftung, die Lebenshilfe, den Lebensmittelpunkt ERH und das Klinik-clownprojekt sowie den Kisi-Club Weisendorf. Auf der Liste waren auch die ASV-Jugend, die evangelische Jugend aus Weisendorf und Kairlindach sowie die ortsansässige Diakoniestation. Über eine Spende freuten sich auch der evangelische Posaunenchor, Jugendfeuerwehr und OGV-Jugendgruppe sowie Tanzen im Sitzen und die TSG-Jugend sowie die katholische Jugend St. Josef. Auch im März 2018 wird es wieder "Holliwudd laif in Franken" heißen und die Theatergruppe würde sich freuen, wenn sich noch weitere Darsteller melden würden.