Josef Hofbauer Mit Glanz, Glitzer und einer Choreografie, als stünden Agneta Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstadt selbst auf der Bühne, entführten "Abba made in Italy" die rund 700 Besucher der Hirtenbachhalle in die 70er Jahre. Angela Castellani als Agneta, Irene Pertili als Frida, Ludovico Banali als Björn und Eduardo Mezzogori am schneeweißen Piano bewiesen: Die Musik von Abba ist unsterblich.

Das Italo-Quartett in originalgetreuen Kostümen, unterstützt von Schlagzeuger Stefano Zenon und Bassist Antonio Scarabel sowie den Backgroundsängerinnen Miriam Tomano und Claudia Bertoni, ließ den Abend ruhig angehen. Aber bereits beim dritten Song, "Super Trooper", hielt es die ersten Zuhörerinnen nicht mehr auf den Sitzen. Kein Wunder: Songs wie "Does your mother know" und "Summer night city" gehen in die Beine. Hautnah bei der Abba Mania dabei sein durfte auch der Unterstufenchor des Forchheimer Herder Gymnasiums. Gefühlvoll interpretierten die Schüler bei dem Abba Tribute Concert zusammen mit den Profis "I have a dream". Bemerkenswert auch, wie textsicher sich der Großteil der Zuhörer beim Schmusesong "Fernando", aber auch bei anderen Abba-Welterfolgen erwies. Und der eine oder andere hatte sein Outfit der Abba Ära angepasst. Plateausohlen, Ganzkörper-Anzug mit weiten Puffärmeln und extraweite Schlaghosen. Das Lebensgefühl einer ganzen Generation wurde wieder lebendig.

Perfekte Show

Die Bühnenshow war eine perfekte Kopie der legendären schwedischen Band. Jede Handbewegung stimmte mit der Interpretation der Original-Musiker überein. Kein Wunder, dass hier das Herz der Abba-Freunde höher schlug. Begeisterung pur.

So richtig Schwung in die Bude brachten die Interpreten beim zweiten Teil des Konzertes, das mit "Gimme! Gimme! Gimmie!" begann und Ohrwürmer wie "Mamma Mia", "Ring Ring" oder "Honey Honey" beinhaltete. Tanzend tauchten die Zuhörer ein in die Mystik der siebziger Jahre. Die Taschenlampen-Funktion der Handys ersetzte brennende Feuerzeuge. Eine den Zeiten der Hippies und Jesus-People angepasste Bühnendekoration, Lichteffekte und eine Nebelmaschine unterstrichen die unvergesslichen Songs. Bei "Rock me" suchten Angela, alias Agneta und Irene, alias Frida, die Nähe der Fans, verließen die Bühne, tanzten durch den Mittelgang und kehrten über die beiden Seitengänge hinter die Bühne zurück.

Zum "Finale Grande" erschien das Agneta-Double im weltberühmten blauen Outfit mit der Strickmütze und ihre Partnerin im braunen Rock mit Jacke. In dieser Kostümierung interpretierten die Nachfolger des legendären schwedischen Quartetts "Waterloo", jenen Song, der Abba einst zum internationalen Durchbruch verhalf. Das war übrigens bereits die erste Zugabe. Die zweite hätte passender für den Abend nicht sein können: "Thank you for the music."