Das Jesuskind liegt in der Krippe, dahinter stehen Maria und Josef in Lebensgröße - es ist eine Weihnachtskrippe im XL-Format, die sich derzeit dem Betrachter im Hof des Gasthauses "Possecker" in Tettau auftut. Im Zentrum steht der Stall von Bethlehem als Herberge für die Heilige Familie, umgesetzt mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail.

"Gerade in der jetzigen Zeit ist für die Menschen ein Ort zum Innehalten und Beten wichtiger denn je", zeigt sich Lydia Müller sicher, die im Gasthaus "Possecker" ihres Sohnes Philip Müller den Kochlöffel schwingt. Die Idee für eine lebensgroße Krippe - als friedvoller Ort der Stille und Andacht zur Weihnachtszeit - schwirrte der Tettauerin schon einige Jahre im Kopf herum, wobei sie bislang die hohen Kosten der Figuren scheute. Heuer nun aber setzte sie das Vorhaben in die Tat um, möchte das Team doch gerade jetzt den Menschen mit der Szenerie der Geburt Jesu - symbolisch für einen Neubeginn - einen Ort der Hoffnung und Zuversicht schenken. Dabei geht gerade auch in den Abendstunden von der stimmungsvoll beleuchteten Krippe mit dem großen hell erstrahlenden Stern eine andächtige Stimmung aus und der Anblick der Menschwerdung Jesu ist besonders ergreifend.

Da die evangelische Kirchengemeinde Tettau von der Idee ebenfalls sehr angetan war, beteiligte sie sich an den Kosten. Gelagert werden die Puppen das Jahr über im Gasthaus; die Kirchengemeinde kann jedoch jederzeit darauf zurückgreifen. Die Gewänder stammen von den in Tettau aufgeführten Passionsspielen.

Nun sei die Krippe perfekt, so Müller. "Viele halten wirklich inne und beten. Das ist für uns wunderschön anzuschauen", freut sich die Familie Müller, damit tatsächlich in dieser schweren Zeit ein Stück weit "Hoffnung für alle" verbreiten zu können. Heike Schülein