Teilnehmer aus vier Ländern

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Josef Riederle
Josef Riederle

Nachdem die Fachstelle für Gewaltprävention der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Forchheim in den letzten Jahren neben dem kontinuierlichen Gruppenangebot an Schulen für Jungen, den Kampfesspielen, und eintägi...

Nachdem die Fachstelle für Gewaltprävention der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Forchheim in den letzten Jahren neben dem kontinuierlichen Gruppenangebot an Schulen für Jungen, den Kampfesspielen, und eintägigen Multiplikatorenschulungen für pädagogische Fachkräfte auf sich aufmerksam machte, gingen die Mitarbeiter der Fachstelle nun einen Schritt weiter: Sie veranstalteten erstmals eine umfangreiche Weiterbildung zum Kampfesspiele-Anleiter.
Beinahe ausgebucht war die im November 2017 beginnende halbjährige Weiterbildung zum Kampfesspiele-Anleiter (Trainer) mit 19 Teilnehmern im Schullandheim in Pottenstein. Alle Teilnehmer bekamen nun ihren Trainerschein und dürfen sich nunmehr ausgebildete Kampfesspiele-Anleiter nennen.


Zuschuss vom Bildungsbüro

Nach beinahe zehn Jahren fand somit wieder eine derartige Weiterbildung im süddeutschen Raum statt. Bei der Weiterbildung nahmen nicht nur Pädagogen aus Forchheim und aus dem Landkreis, sondern auch aus der Schweiz, Österreich und aus Liechtenstein teil. Bezuschusst wurde die Weiterbildung vom Bildungsbüro des Landratsamtes Forchheim. Als Kooperationspartner trat das Schullandheimwerk Oberfranken auf.
Zur Ausbildung der Teilnehmer konnte die Awo Forchheim den Entwickler der Kampfesspiele, den Sozialpädagogen Josef Riederle vom Kraftprotz-Bildungsinstitut für Jungen und Männer aus Kiel gewinnen. Mit dabei hatte der Leiter des Instituts zwei seiner neuen Ausbilder, die Sozialpädagogen Frank Doppel und Peter Hebeisen.
Die Ausbilder vermittelten den Teilnehmern Grundsätze der gewaltpräventiven Arbeit mit Jungen und die Grundlagen einer fördernden Gestaltung von Angeboten. Ziel der Weiterbildung war der Erwerb der Anleitungskompetenz für die Kampfesspiele, also insbesondere die Fähigkeit, als präsenter Anleiter selbst Jungengruppen in gewaltpräventiven Gruppenkontexten verantwortungsvoll anleiten zu können.


In der Turnhalle Gößweinstein

Zur Verfestigung des Praxisbezugs war die Weiterbildungsgruppe auch an zwei Tagen während ihrer Weiterbildung in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Gößweinstein vor Ort. Dort wurden von den angehenden Anleitern, Kampfesspiele mit dortigen Schülern durchgeführt.
Aufgrund der hohen Nachfrage in der "Pädagogenszene" und aufgrund des Bedarfes an gewaltpräventiven Angeboten, insbesondere auch an Schulen, startet bereits die Planung für die nächste Weiterbildung. Diese wird voraussichtlich im Herbst 2019 im Schullandheim Pottenstein beginnen. Kontakt: Fachstelle für Gewaltprävention, Awo Forchheim, Dietmar Schuberth, Telefon 09191/703447. red