Arkadius Guzy

Seit 1998 gibt es für die Stadt und die Umgebung einen Tauschring. Nach der Entwicklung der vergangenen Jahre will die Initiative neue Mitglieder werben.
So heißt der Hammelburger Tauschring nun Tauschbörse. Damit löst sich der Name von der Anfangszeit, als es eine Welle an Tauschring-Initiativen gab, wie Beate Ritter-Schilling vom Leitungsteam erklärt.
In der Vergangenheit erlebte die Tauschbörse immer wieder Fluktuationen unter den Mitgliedern. Jetzt will Ritter-Schilling wieder eine Erneuerung des Mitgliederstamms einleiten. "Uns fehlen vor allem junge Familien", erklärt sie. Die könnten vom Angebot der Tauschbörse profitieren. "Wir haben Dinge, die Eltern brauchen."
Vor allem gebe es ein großes Potenzial an Kinderbetreuung. Da die Mitglieder mittlerweile älter geworden seien, würde dieses aber nicht mehr nachgefragt. Neue, jüngere Mitglieder könnten das nutzen.
Die Hammelburger Tauschbörse vermittelt zwischen Anbietern von Nachbarschaftshilfe und Hilfesuchenden. Unterstützung im Garten oder im Haushalt - zum Beispiel Bügeln oder Kuchen backen - sind die Klassiker unter den Dienstleistungen, die in der Datenbank registriert sind. Über die Tauschbörse können aber auch Gegenstände ausgeliehen werden.
"Die Tauschbörse ist eine schöne Form der Nachbarschaftshilfe, man lernt tolle Menschen kennen", sagt Ritter-Schilling. Sie verwaltet derzeit 22 Konten. Dahinter stecken Familien, Paare und Einzelpersonen - vor allem aber Frauen, weshalb auch Männer gesucht sind. Es gibt eine eigene Einheit, mit der die Dienstleistungen verrechnet werden, den "Blöker". Ein "Blöker" entspricht dabei einer Stunde. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder der Tauschbörse.