Zusammen mit ihren beide Lehrkräften Haydee Stölzel und Heinz Bauer besuchten 19 syrische Asylbewerber, die in Stadtsteinach Deutsch lernen, Bürgermeister Roland Wolfrum. Als Zeichen des Dankes für die freundliche Aufnahme in der ehemaligen Kreisstadt sowie den Nachbarkommunen Rugendorf und Presseck hatten sie rosen mitgebracht.
Wolfrum hob den Wert des Deutschlernens hervor, dies sei wichtig für ihren Aufenthalt in der Bundesrepublik. Auch könnten die Asylbewerber mit guten Sprachkenntnissen nach einer möglichen Rückkehr in ein befriedetes Syrien viel anfangen und möglicherweise als Dolmetscher arbeiten. Besonders freute sich Wolfrum darüber, dass die Syrer Stadtsteinach als sehr lebenswert bezeichneten und gerne hier wohnen bleiben möchten. Er lobte zudem ihre Kontakte mit den Bürgern der Stadt.
"Leider mussten wir wegen dem herrschenden Krieg unser Syrien verlassen und haben hier in Deutschland sehr nette und hilfsbereite Menschen gefunden", machten die Flüchtlinge deutlich. Sie zeigten sich auch sicher, dass das, was an Silvester in Köln passierte, hier im Frankenwald nicht geschehen werde. Die Syrer luden die Nachbarn aus den Orten ein, sie zu besuchen, um einander besser kennen und verstehen zu lernen.
Deutschlehrer Heinz Bauer sagte, dass die aus Syrien geflohenen Menschen bereit seien, sich in Deutschland zu integrieren. Sie kämen aus den unterschiedlichsten Berufen. Die Firmen in der Region könnten sie als Arbeitskräfte sicher gut gebrauchen. Zudem gehe die Bevölkerungszahl zurück und in der Schule habe es sich gezeigt, dass ihre Kinder sehr lerneifrig sind.
Dolmetscherin Haydee Stölzel, die aus dem peruanischen Lima stammt und auch in Neuenmarkt mit Unterstützung des Helferkreises Deutsch unterrichtet, sagte zu Wolfrum, dass sich die syrischen Kinder gerne in den Vereinen Stadtsteinachs integrieren würden. Der Bürgermeister regte an, die Verantwortlichen aus dem Sportbereich sollten zusammenkommen und sich diesbezüglich Möglichkeiten ausloten.
Wolfrum brachte auch eine Begegnungsveranstaltung zwischen Deutschen und Syrern ins Gespräch. Eine Möglichkeit dazu bestehe am 19. und 20. März beim "Marktplatz der Genüsse" in der Steinachtalhalle. Hier seien viele Aussteller wie Bäcker, Metzger und Gastronomen aus der Region dabei. Heinz Bauer regte an einen Stand der syrischen Gemeinde zu machen und der Bevölkerung typische heimische Speisen anzubieten. Bauer: "Syrisches Essen wird dort ein Highlight sein."