Nach Christian Weber von der Jungen Liste (JL) hat der amtierende Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU/UWV) mit Stefan Hümmer von der CSU einen weiteren Gegenkandidaten im Rennen um den Chefsessel im Pottensteiner Rathaus.

Der 47-jährige Familienvater zweier Kinder und Technische Leiter der Bayerischen Verwaltung der Schlösser, Gärten und Seen in der Dienststelle Bayreuth des Freistaats Bayern und gebürtige Pottensteiner Stefan Hümmer wurde auf Vorschlag von Franz Macht während der Aufstellungsversammlung der Stadtversammlung der beiden CSU-Ortsverbände Pottenstein und Elbersberg von den elf stimmberechtigten Mitgliedern unter der Wahlleitung von CSU-Kreisgeschäftsführer Sebastian Machnitzke einstimmig zum CSU-Bürgermeisterkandidaten nominiert.

In der Pottensteiner Kommunalpolitik ist Hümmer im Gegensatz zu Christian Weber kein Politikneuling. Denn in der vorhergehenden Legislaturperiode saß Hümmer von 2008 bis 2014 schon einmal für die JL im Stadtrat. Die Pottensteiner CSU-Ortsvorsitzende Birgit Haberberger aus Rackersberg führt die CSU-Liste als Spitzenkandidatin an. Weiterer Spitzenkandidat ist der amtierende Stadtrat Erwin Sebald aus Tüchersfeld, der auch Seniorenbeauftragter der Stadt Pottenstein ist. Der ebenfalls amtierende Stadtrat Andreas Eichenmüller tritt auf Platz 19 wieder an. Der langjährige Stadtrat Franz Macht ist nur noch erster Ersatzkandidat.

Der Bürgermeisterkandidat Hümmer selbst kandidiert für den Stadtrat auf dem letzten Platz. Er ist in Pottenstein als Hegegemeinschaftsleiter der Jägervereinigung und als Vorsitzender des Fördervereins der Graf-Botho-Schule ehrenamtlich engagiert. Außerdem ist er ehrenamtlicher Richter am Landgericht Bayreuth. "Mir geht es darum, Pottenstein wieder zum Laufen zu bringen, was auch immer den Zerfall in Pottenstein herbeigeführt hat", sagte Hümmer. Er sagt, es blute ihm das Herz, wenn er die Entwicklung sehe und vor allem durch die Hauptstraße gehe.

Einsetzen will er sich für einen sanften Tourismus, die Verbesserung der Infrastruktur mit Nahversorgung nebst Sicherstellung der ärztlichen Versorgung. Einkaufsmöglichkeiten müssten wieder in die Stadt, der Schulstandort müsse gesichert werden und die Bevölkerung und vor allem junge Menschen müssten zukünftig besser in die Entscheidungen des Stadtrats eingebunden werden. Ein Grußwort sprach die CSU-Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, die die CSU-Liste "ganz hervorragend" findet. Die CSU-Liste: 1. Birgit Haberberger (Rackersberg), 2. Erwin Sebald (Tüchersfeld), 3. Daniel Deak (Pottenstein), 4. Nadja Großmann (Pottenstein), 5. Harald Niklas (Schüttersmühle), 6. Hans Hölzel (Weidenloh), 7. Karl-Heinz Peters (Pottenstein), 8. Matthias Fuchs (Prüllsbirkig), 9. Liane Nowack (Kirchenbirkig), 10. Thomas Büttner (Pottenstein), 11. Annette Sieber-Bauernschmitt ( Kirchenbirkig), 12. Kerstin Wende (Waidach), 13. Markus Löhr (Pottenstein), 14. Reinhard Ritter (Weidenloh), 15. Karin Wolf-Helldörfer (Tüchersfeld), 16. Nico Niklas (Schüttersmühle), 17. Fritz Endreß (Pottenstein), 18. Hermann Hoch (Pottenstein), 19. Andreas Eichenmüller (Pottenstein), 20. Stefan Hümmer (Pottenstein); Ersatz: Franz Macht (Kühlenfels), Thorsten Sebald (Tüchersfeld), Bernd Sieber, (Kirchenbirkig), Hans Böhmer (Pottenstein).