Stabwechsel beim SPD-Ortsverein Großheirath: Stefan Dinkel übernimmt das Amt des Vorsitzenden. Bei der Hauptversammlung im Gasthaus Fischer in Neuses an den Eichen wählten ihn die Mitglieder zur Nachfolgerin von Ulrike Gunsenheimer, die nicht mehr kandidiert hatte.

"Ich freue mich auf die neue Aufgabe, gemeinsam mit euch möchte ich die SPD in Großheirath stärken", sagte Dinkel. Unterstützung findet er bei seiner Vorgängerin Ulrike Gunsenheimer, die sich künftig als Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde und Kreisrätin auf die Kommunalpolitik konzentrieren will.

In ihrem Rückblick ging die scheidende Vorsitzende auf die Kommunalwahl 2020 ein. Leider sei es nur gelungen, mit zwei Sitzen in den neuen Gemeinderat einzuziehen. Als Erfolg wertete sie aber, dass die CSU über keine absolute Mehrheit im Gremium mehr verfügt und deshalb mit den anderen Gruppierungen spreche muss. In der konstituierenden Sitzung hätten Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen und SPD Andreas Lorenz zum Zweiten und sie zur Dritten Bürgermeisterin gewählt, so Ulrike Gunsenheimer.

Ängste verständlich

SPD-Kreisvorsitzender Carsten Höllein beschäftigte sich mit der aktuellen Lage. Die Corona-Pandemie stelle die Menschheit vor neue Herausforderungen. Dabei zeigte er Verständnis für die Existenzängste aufgrund der wirtschaftlichen Folgen. Die Politik habe versucht, die Einbrüche so gut wie möglich in Grenzen zu halten. "Wir müssen ernst nehmen, wenn Selbstständige und Arbeitnehmer in Kurzarbeit düster in die Zukunft blicken", so der Kreisvorsitzende. Gerade in der Corona-Zeit gelte es, Lasten solidarisch zu verteilen.

"Beim Lob für systemrelevante Berufe wie Pflegekräfte und Verkäufer darf es nicht bleiben, wenn gleichzeitig der Einzelhandel flächendeckend aus Tarifverträgen aussteigt oder noch gar keine Entlohnungsstandards existieren", kritisierte Höllein. Keine Toleranz dürfe es aber gegenüber Feinden der Demokratie, Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretiker geben. "Die, die sich derzeit unter dem Deckmantel des Demonstrationsrechts sammeln und Meinungsfreiheit für sich beanspruchen, sind genau diejenigen, die anderen ihre Grundrechte absprechen wollen."

Alles richtig gemacht

Höllein wies darauf hin, dass die SPD mit der Empfehlung für Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten alles richtig gemacht habe. In den nächsten Wochen gelte es für den Unterbezirk Coburg, geeint einen Bundestagskandidaten zu nominieren.

Die Versammlung wählte Stefan Dinkel zum Delegierten des Ortsvereins für die Bundestagswahlkreiskonferenz. Ersatzdelegierter ist Rainer Matthe.