"Projektideen entwickeln, Zukunft gestalten" lautet das Motto des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (Ilek). In diesem Konzept, gefördert vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), geht es vor allem darum, die Attraktivität der beteiligten Gemeinden als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum auch in der Zukunft zu erhalten und gegebenenfalls zu erhöhen.
Trotz subtropischer Temperaturen hatten sich zahlreiche Bürger aus den beteiligten Kommunen im Sitzungssaal der Gemeinde Buttenheim eingefunden, um mit den Experten vom Büro für Städtebau Wittmann, Valier und Partner, dem Büro Planwerk und Team 4 zu diskutieren und weitere Vorschläge zu machen. Zusätzliche Anmerkungen, Ergänzungen und Kommentare können noch bis zum 15. Juli bei den Gemeinden abgegeben werden. Wolfgang Kießling vom Amt für Ländliche Entwicklung lobte die vorbereitenden Arbeiten der Kommunen und die vielen Gelegenheiten, "die betroffenen Bürger zu informieren und auf dem Weg mitzunehmen".
So verspricht sich zum Beispiel Harald Britting aus Pauzfeld von der interkommunalen Zusammenarbeit "neue Ansätze und Impulse im Bereich Tourismus, aber auch beim Hochwasserschutz oder bei der E-Mobilität". Für Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) ist das Konzept "eine echte Chance, die Kommunen fit für die Zukunft zu machen und gleichzeitig die gesamte Region zu stärken". Sein Buttenheimer Amtskollege Michael Karmann (ZWdG/CSU) zeigte sich sehr angetan von der Tatsache, dass sich im Laufe des Verfahrens viele gemeinsame Projekte entwickelt hätten. Diese müssten aber zusammen mit den beteiligten Bürgern in absehbarer Zeit umgesetzt werden.


Vier Strategieziele

Der in zahlreichen Orts-, Fach- und Expertenrunden erarbeitete Entwurf des Entwicklungskonzepts mit über 50 Seiten wurde erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Hierfür sind vier Strategieziele mit sechs Handlungsfeldern und 48 Projekten festgelegt worden. Unter den Zielen "Zielstrebig Kooperieren", "Gut Leben", "Attraktiv Wohnen" und "Erfolgreich Wirtschaften in der Allianz" sind entsprechende Handlungsfelder definiert worden. Ganz gleich, ob man nun eine abgestimmte Siedlungsentwicklung erreichen will, ein gemeinsames allianzweites Ökokonto oder eine naturnahe Gewässerentwicklung, einhergehend mit natürlicher Rückhaltung und entsprechendem Hochwasserschutz - Aufgaben gibt es viele und vielleicht findet man zusammen neue Ansätze für deren Bewältigung.
Ein großes Anliegen ist für viele Bürger der notwendige und immer wieder angemahnte Lückenschluss im Radfahr- bzw. Wanderwegenetz. Gleiches gilt für die Erstellung eines Kernwegekonzepts zur Verbesserung der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen im Allianzgebiet. Hierfür haben die vier Bürgermeister bereits beschlossen eine Ausschreibung vorzubereiten. Den Verantwortlichen war an diesem Abend aber auch klar, dass die Realisierung der "vielen wichtigen und zukunftsorientieren Projekte" nur durch die Etablierung eines Allianzmanagements zu leisten ist. Dies könnte bis zu 75 Prozent auf maximal sieben Jahre vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden.
Bis zum Herbst soll das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept fertiggestellt sein. Dann ist es an den beteiligten Kommunen, dieses abzusegnen. Sollte dies geschehen, ist es wichtig, mögliche Projekte zeitnah zu realisieren.