Im Zuge des Konjunkturpaketes hat die Bundesregierung eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Die Stadtwerke Neustadt (SWN) GmbH gibt diese automatisch in voller Höhe an ihre Kunden weiter.

Für ein halbes Jahr - genauer gesagt von 1. Juli bis 31. Dezember - hat die Bundesregierung eine Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen. Eine Änderung, von der die Energiekunden der Stadtwerke Neustadt in voller Höhe profitieren.

Ob alle Endverbraucher in Deutschland von der Senkung der Mehrwertsteuer profitieren, ist zumindest fraglich. "Für uns stellte sich diese Frage nicht. Als regionaler Versorger wollen wir von diesem steuerlichen Vorteil nicht profitieren, sondern die Entlastung an unsere treuen Kunden weitergeben. Auch wenn damit für uns ein nicht zu unterschätzender interner Mehraufwand verbunden ist", erläutert Geschäftsführer Armin Münzenberger.

Keine Unterschrift notwendig

Für die Umsetzung der vorübergehenden Senkung wurden in der kaufmännischen Abteilung bereits die notwendigen Lösungen erarbeitet. "Das Wichtigste hierbei ist: Den steuerlichen Vorteil werden wir automatisch weiterreichen, ohne dass unsere Kunden hierfür beispielsweise eine Unterschrift leisten müssen", sagt Münzenberger weiter.

Der aktuelle Abrechnungszeitraum der Energiekunden dauert vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2020. Die SWN werden bei der Jahresverbrauchsabrechnung 2020 den abgelesenen Verbrauch entsprechend anteilig nach den jeweiligen Steuersätzen ausweisen und abrechnen. Dies wird automatisch durch das SWN-System vorgenommen.

Um eine exakte Abgrenzung des Verbrauchs vor und nach der Mehrwertsteuer-Senkung zu ermöglichen, können SWN-Kunden im Zeitraum 29. Juni bis 11. Juli ihren Zählerstand online unter www.swn-nec.de melden.

"Dies ist sowohl für registrierte Nutzer des Kunden-Portals als auch für Kunden ohne Portal-Zugang möglich. Eine Schätzung durch das System wird bei denjenigen, die uns ihren Zählerstand mitteilen, vermieden", informiert Vertriebsleiter Simon Weber.

Auch Strompreissenkung möglich

Übrigens: Nicht nur die Senkung der Mehrwertsteuer wurde beschlossen, sondern auch die Senkung der EEG-Umlage ab 1. Januar 2021. So soll eine dauerhafte Entlastung beim Strompreis ermöglicht werden. Ob dies tatsächlich unter dem Strich so kommen wird, ist aktuell noch fraglich, denn dies hängt von den übrigen staatlichen Bestandteilen des Strompreises ab.

"Die staatlich regulierten Netznutzungsentgelte sowie die staatlichen Abgaben und Umlagen bestimmen mittlerweile rund drei Viertel des Strompreises eines privaten Haushaltes", rechnet Weber vor. "Aufgrund des erkennbaren Willens der Politik zur Entlastung können wir Stand heute optimistisch sein, dass eine Senkung der SWN-Strompreise zum 1. Januar 2021 möglich ist."

Über die weitere Entwicklung bei den Strompreisen will die SWN GmbH ihre Kunden öffentlich sowie im Internet auf ihrer Homepage www.swn-nec.de auf dem Laufenden halten. red