Im Rahmen einer Feierstunde verlieh die Bayerische Staatsregierung dem Stadtmuseum Erlangen das Signet "Bayern barrierefrei - Wir sind dabei!", das beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit auszeichnet. Oberbürgermeister Florian Janik, Andrea May vom Bezirk Mittelfranken und der Bayerische Behindertenbeauftragte Holger Kiesel würdigten in ihren Ansprachen die wegweisende Leistung des Stadtmuseums, das sich als eines der ersten Ausstellungshäuser deutschlandweit in umfassender Weise mit Behinderung und Inklusion befasst, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Bei der aktuellen Sonderausstellung "BarriereSprung. Vom Leben mit Behinderung" lag demnach ein besonderes Augenmerk auf der barrierefreien Gestaltung der Ausstellungsarchitektur. Ein tastbares Bodenleitsystem, Texte in Brailleschrift und leichter Sprache sowie Führungen mit Gebärdensprachdolmetschern sollen allen Menschen den weitgehend selbstständigen Besuch der Ausstellung ermöglichen.

Die vielfältigen Angebote entstanden in enger Kooperation mit Erlanger Behindertenverbänden und Initiativen wie der Kommune Inklusiv. In Zukunft, so Museumsleiterin Brigitte Korn, werde die inklusive Gestaltung von Kultureinrichtungen an Bedeutung gewinnen. Das Ausstellungsteam habe in einem andauernden Lernprozess viel Wissen gesammelt, das künftigen Projekten zugutekommen werde. Korn: "Das Signet ,Bayern barrierefrei' ist nicht nur Auszeichnung für bereits Erreichtes, sondern Ansporn und Verpflichtung."

Die Ausstellung im Stadtmuseum Erlangen ist noch bis 9. Februar zu sehen.