Sonnefeld — Auf Antrag der SPD hat die Gemeindeverwaltung den Zustand der Spielplätze im Gemeindegebiet unter die Lupe genommen. Als nächste Schritte, wenn es nach dem Gemeinderat geht, sollen nun die Erstellung eines Spielplatzkonzeptes und ein "Park der Generationen" hinter der Domäne folgen.
Im ersten Schritt nach dem Antrag hat das Hauptamt den Zustand der 19 gemeindlichen Spielplätze analysiert und dokumentiert. Alleine schon, weil das Grundstück nicht der Gemeinde gehört, hat die Verwaltung die Auflassung des Spielplatzes an der Ostpreußenstraße angeregt. Als der am besten angenommene Spielplatz gilt das Gelände an der Domäne. Dort wäre nach Ausführungen der Verwaltung auch geeigneter Grund für einen Mehrgenerationenspielplatz vorhanden. "Dringender Bedarf" besteht nach dem Umzug der Mittagsbetreuung ins Schulhaus in Gestungshausen. Dort sei gerade an Schultagen viel auf dem Spielplatz los. Geringe Nutzerzahlen stellen dagegen die Spielplätze in Oberwasungen, Weischau und Weickenbach in Frage.
Bernd Lauterbach (Grüne) lobte die kurzfristige Vorarbeit der Verwaltung und regte die Einbindung des kommunalen Jugendpflegers bei der Erstellung eines Spielplatzkonzeptes an. Die Vielfalt der Spielmöglichkeiten in Sonnefeld und seinen Ortsteilen möchte Alexandra Kemnitzer (SPD) erhalten. Michael Fischer (SPD) schlug vor, für den Mehrgenerationenspielplatz die Fördermöglichkeiten zu prüfen. Uwe Fuchs (GUB) warnte vor "unausgegorenen Schnellschüssen" bei der Spielplatzkonzeption. Wie der Bürgermeister ergänzte, gebe es immerhin schon einige "zweckgebundene Spenden". Aufgegriffen wurde schließlich ein Antrag von Michael Fischer, vor weiteren Schritten eine Arbeitsgemeinschaft für die Vorarbeiten zu beauftragen.
Viel Zeit hat sich der Gemeinderat für Antworten der Verwaltung auf Anfragen und Anregungen der Einwohner während der Bürgerversammlungen in Sonnefeld, Gestungshausen und Hassenberg genommen. Der Zustand der Sonnefelder Schafgasse steht in absehbarer Zeit nicht im Sanierungsprogramm für innerörtliche Straßen. Beim Ausbau wären 90 Prozent der Kosten vorn den Anliegern zu tragen. Problematisch sieht die Gemeinde die Schaffung eines Kreisverkehrs anstelle der vorhandenen Ampel an der "Hummel-Kreuzung".
In Gestungshausen ist eine Teilerschließung der Breitbandversorgung durch die SÜC abgeschlossen. "Die flächendeckende Fortführung wäre auch durch andere Provider möglich", erläuterte Bürgermeister Michael Keilich (CSU). Als besonderen Gefahrenpunkt für den Schwerlastverkehr auf der Kreisstraße habe sich die steile Kurve an der Schlosskirche Hassenberg heraus kristallisiert. Durch Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrszählungen will die Gemeinde Erkenntnisse für mögliche Abhilfen und Verkehrsbeschränkungen finden.
Nach dem Erwerb des über 900 Quadratmeter umfassenden Grundstücks in der Weidhäuser Straße 9 hat sich der Bauausschuss bereits mit der Erschließung als Bauland befasst. Für das Bauernhaus und die Scheunen sind nach Ansicht der Verwaltung ein Weiterverkauf denkbar - aber auch ein Abriss zugunsten weiterer Baugrundstücke. Bauamtsleiterin Jessica Förtsch gab in diesem Zusammenhang zu Bedenken, dass sich die weitere Erschießung des Neubaugebiets "Hummenberg IV b" durch die Bereitstellung von Bauland an der Weidhäuser Straße zeitlich verschieben wird.
Einen Beschluss fasste der Gemeinderat zum Beitritt Sonnefelds zur Arbeitsgemeinschaft Förderkulisse "Efre"-Städtebau im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit. Die Interessen der Gemeinde in der Lenkungsgruppe soll Bürgermeister Michael Keilich vertreten. oe