Um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des coronabedingten Lockdowns abzufedern, hätten Bundes- und Landesregierung in den vergangenen Wochen vielfältige Initiativen verabschiedet worden, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Stadtverbands Coburg. Die Verwaltung der Stadt Coburg bündele die vielfältigen Informationen über verschiedenste Hilfsangebote, das sei sehr gut. Aber man beobachte mit Besorgnis, dass Arbeitnehmer in großen Teilen Deutschlands in die Kurzarbeit ,geschickt‘ würden, schreibt Vorsitzender Stefan Sauerteig in der Mitteilung. Die Folgen der Kurzarbeit seien für viele Arbeitnehmer deutlich spürbar, denn während die Einnahmen sänken, blieben die Ausgaben durch Miete und Lebensunterhalt auf dem gleichen Niveau oder stiegen durch das Verbleiben der Kinder im elterlichen Haushalt sogar weiter an, da beispielsweise Schulspeisungen im Rahmen von Ganztagsangeboten entfallen. Sauerteig weiter: "Als SPD-Stadtverband Coburg haben wir deshalb bereits Ende März Kontakt zu Arbeitsminister Hubertus Heil aufgenommen mit der Bitte um Erhöhung des Kurzarbeitergeldes." Derzeit erhalten die Beschäftigten 60 Prozent - mit Kindern 67 Prozent - des Nettoverdienstausfalles. In einigen Branchen stocken die Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld nach tariflichen Vereinbarungen auf. Sauerteig: "Mit großer Zustimmung nehmen wir zur Kenntnis, dass Hubertus Heil den Vorschlag des DGB unterstützt, die staatlichen Zuschüsse von 60 auf 80 Prozent der Nettoeinbußen (87 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern) für die Monate Mai, Juni und Juli aufzustocken. Dass dieser Vorschlag auch durch den Abgeordneten im Bundestagswahlkreis Coburg, Hans Michelbach (CSU), Unterstützung findet, begrüßt der SPD-Stadtverband ausdrücklich und hofft, dass Michelbach weitere Mitstreiter in der Union findet und die Bundesregierung die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes zeitnah umsetzen kann. red