Die Jugend- und Trachtenkapelle (JTK) Neunkirchen am Brand feiert vom 8. bis 10. Juni ihr 60. Gründungsjubiläum, verbunden mit dem Bundesbezirksmusikfest des Nordbayerischen Musikbundes. Eine besondere Ehre ist der angekündigte Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Er hält die Festansprache und nimmt am Festzug teil.
Seit zwei Jahren bereitet der Festausschuss das Jubiläum vor. Zum Bundesbezirksmusikfest (BBMF): In Bayern gibt es drei Musikbunde, den Musikbund Nieder- und Oberbayern, den Allgäu-Schwäbischen Musikbund und den Nordbayerischen, dem auch die JTK angehört. Von diesem Nordbayerischen, dem größten der drei, ist in Neunkirchen das Bundesbezirksmusikfest. Daher bedeutet dieses Fest für alle eine große Herausforderung, da sich allein zu den Wertungsspielen 52 Musikkapellen angemeldet haben, um sich den Wertungsrichtern zu stellen.


Wertungsspiel in drei Schulen

Die Wertungsspiele sind öffentlich und finden in den Mehrzweckhallen der Grundschule, der Mittelschule und der Grundschule in Dormitz statt. Die Orchester treten von der Anfänger- bis zur Höchststufe an und tragen der Jury zwei Musikstücke, ihrem Niveau entsprechend, vor. Die Jury besteht aus drei Wertungsrichtern. Die Ergebnisse der Wertungsspiele werden im Festzelt bekanntgegeben. Beim Höchststufenwettbewerb erfolgt die Wertung öffentlich.
Ein Höhepunkt wird der stimmgewaltige Gemeinschaftschor am Sonntag sein, bei dem weit über 1000 Musiker mitspielen werden. Anschließend folgt der große Festzug durch Neunkirchen am Brand.


Freier Eintritt

Ganz bewusst hat der Ausrichter beim BBMF auf das Engagieren von bekannten "Blasmusikbands" verzichtet. Es unterhalten die heimischen Orchester und die Gastkapellen. Der Eintritt ins Festzelt ist an allen Tagen frei. Den Ausschank, die Bar und die Küche bewirtet die JTK in eigener Regie. Ein besonderer Leckerbissen wird der "Ochs frisch vom Grill" am Sonntag sein.


Ökumenischer Festgottesdienst

Der ökumenische Gottesdienst im Festzelt, zelebriert von Pfarrer Joachim Cibura und Pfarrer Axel Bertholdt, steht unter dem Motto "Spielt und singt ein Halleluja". Musikalisch gestaltet den Gottesdienst das Symphonische Blasorchester aus der ungarischen Partnergemeinde Tótkomlós. Eine Musikermeile und das Kinderland laden ein zu Spiel und Spaß.
Was vor 60 Jahren im Wohnzimmer der Familie Maderer mit acht musizierenden Knaben begann, hat sich bis heute zu einem Verein mit 378 aktiven Musikern, davon 207 unter 18 Jahren, und 572 passiven Mitgliedern, entwickelt. Eine Musikerlaufbahn in der Jugend- und Trachtenkapelle kann schon im Kindergartenalter begonnen werden.
Neben den klassischen Orchesterformationen bietet die JTK weitere zahlreiche Möglichkeiten, sich musikalisch zu betätigen. Wer Liebhaber der böhmisch-mährischen Musikrichtung ist, findet Heimat bei den "Brauhausmusikanten". Die "Brandbachtaler" unterhalten mit traditioneller Blasmusik. Die jungen Wilden vereinen sich mit Leidenschaft im Ensemble "Blech Dich wech". Einen Genuss der ganz anderen Art bietet die Percussiongruppe mit dem Namen "Schlagsahne". In der Formation "Brass am Brand" spiegelt sich das typische Blechbläserquintett wieder. Die "Big Band von der Rolle" unter dem kommissarischen Musikalischen Leiter Edmund Rolle komplettiert mit nahezu profimäßigem Big-Band-Sound den Ensemblereigen. Besonders stolz ist die JTK auf ihre Kontakte zu ausländischen Orchestern. Die Fahrten nach Tartu (Estland), Kastel Lucic (Kroatien) und in die Neunkirchener Partnergemeinden Deerlijk (Belgien) und Tótkomlós erfreuen sich großer Beliebtheit. red