Bernd Brückner kümmert sich seit langem um Kriegsgräber. Brückner ist Hauptmann (der Reserve). "Bernd Brückner ist seit vielen Jahren einer der Ehrenamtlichen, die sich im Raum Coburg erfolgreich für die Kriegsgräberfürsorge einsetzen." Aufgabe des Volksbundes sei es, die Kriegsgräber zu erhalten und zu pflegen. Das sei nicht nur eine selbstverständliche Pflicht gegenüber den Kriegstoten und deren Angehörigen. Das sei auch eine eindringliche Mahnung zu Verständigung, Versöhnung und Frieden, fuhr Tessmer fort, der in Personalunion auch Coburger Kreisvorsitzender des Volksbundes ist. Tessmer: "Gerade jetzt, wo überall mit den Säbeln gerasselt wird."
Wer an Europa zweifle, solle Soldatenfriedhöfe besuchen, erinnerte Tessmer an ein Zitat von Jean-Claude Junker, ehemals Premierminister des Großherzogtums Luxemburg und aktuell Präsident der EU-Kommission. "Dieser Satz sollte uns gerade in dieser Zeit wachrütteln und uns erinnern an die Werte und die Gründe für ein gemeinsames und vor allem friedliches Miteinander", sagte das Stadtoberhaupt.
Bernd Brückner ist seit 2002 Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Coburg. Die Reservistenkameradschaft kümmert sich auch um die Pflege der Soldatengräber aus dem Glockenberg-Friedhof. Der nächste Einsatz dort werde am Samstag, 21. Oktober, von 9 Uhr an sein, kündigte Brückner an. Helfer seien natürlich willkommen. Von 20. Oktober bis 5. November 2017 findet auch wieder die jährliche Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. Wer dem Vorbild von Brückner folgen wolle, könne sich bei Carmen Wittmann vom Sozialamt der Stadt Coburg melden.
Bernd Brückner sagte in seiner Dankesrede mit Blick auf die auf dem Glockenberg bestatteten Soldaten: "Das waren Leute, die jünger waren als wir selber." In seinen aktiven Dienstzeiten, genauer gesagt in den Jahren 2002 und 2003, war der heute 46 Jahre alte Brückner selbst als Soldat im Auslandseinsatz in Osteuropa. mako