Einstimmig verabschiedet wurde der Haushalt 2021 des Zweckverbands Deutsches Dampflokomotiv-Museum. Das Zahlenwerk hat ein Gesamtvolumen von knapp 3,3 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 1,145 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 2,142 Millionen Euro. Zur Finanzierung der geplanten Investitionen ist eine Kreditaufnahme von 600 000 Euro vorgesehen.

Wie DDM-Geschäftsführer Rüdiger Köhler in der Verbandsversammlung aufzeigte, seien die Erlöse aus dem reinen Museumsbetrieb aufgrund der Corona-Krise "schwer voraussehbar". Den von den Trägern Bezirk, Landkreis und Gemeinde Neuenmarkt zu leistenden ungedeckten Bedarf bezifferte er auf 787 700 (Vorjahr 722 200 Euro).

Eintrittspreis steigt

Im Verwaltungshaushalt sind die Erlöse aus Eintrittsgeldern mit 140 000 Euro (plus 20 000 Euro) angesetzt, schließlich, so Köhler, werde die Attraktivität des DDM mit Abschluss der Arbeiten für das Museumsentwicklungskonzept erheblich gesteigert. Die rechtfertige auch eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise. Es bestehe zudem die Hoffnung, dass sich nach der Pandemie die Nutzung des Museums als Veranstaltungs- und Tagungsraum wieder auf das Niveau vor der Krise einpendeln wird. Die Miet- und Pachteinnahmen aus der Bewirtschaftung der Immobilien und der dazugehörigen Infrastruktur werden mit 160 000 Euro (minus 30 000) veranschlagt. Die Deckungsquote sinkt um 7,37 auf 31,25 Prozent. "Eine Quote, die in Anbetracht der gegebenen Umstände nach wie vor beachtlich ist", so der Geschäftsführer.

Neue Stelle in der Werkstatt

Den größten Posten bei den Ausgaben stellen mit 462 400 Euro die Personalkosten dar. Hier macht sich laut Köhler die zusätzlichen Stelle im Werkstattbereich bemerkbar. Er dankte dem Verein der Freunde des DDM, der Wagen aufbereitet und Rangierlokomotiven instandgesetzt habe. Auf hohem Niveau bewegten sich die Ausgaben für die betriebstechnischen Anlagen mit 81 200 Euro. Die Ansätze bei den Heizungskosten mit 85 500 Euro konnten durch energiesparende Maßnahmen reduziert werden.

Neu in den Vermögenshaushalt aufgenommen wurden die Projekte "Der Salonwagen 10 242 - 50 Jahre deutsche Geschichte in einem Wagen" und "175 Jahre Ludwig-Süd-Nordbahn und Schiefe Ebene" mit 300 000 Euro. Hier hoffe man noch auf eine Förderung, wie Köhler betonte.

Für die geplanten Investitionen von knapp zwei Millionen Euro würden Zuschüsse von 1,365 Millionen Euro erwartet. Der Schuldenstand werde zum Jahresende 2021 rund 1,8 Euro betragen, schloss der Geschäftsführer.

Landrat Klaus Peter Söllner, seit November Vorsitzender des Zweckverbands, dankte besonders Bezirkstagspräsident Henry Schramm, der zuletzt die Fäden in der Hand gehabt und entscheidend mitgeholfen habe, das Museum weiterzuentwickeln. "Seit 2010 wurden 18,4 Millionen in das Museum investiert bei einer Förderung von rund 90 Prozent."

Bürgermeister Alexander Wunderlich würdigte die gute Zusammenarbeit im Zweckverband und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass mit dem Haushalt 2021 weitere Projekte auf den Weg gebracht werden, die für die Gemeinde Neuenmarkt echte Meilensteine bedeuten. Rei.