Anette Schreiber Ein paar Wochen lang konnten Verkehrsteilnehmer, die sich bei Mönchsambach durch die Windungen der Behelfsumfahrung schlängelten, nahezu täglich beobachten, wie zwei alte Brücken mehr und mehr verschwunden sind. Derzeit ist wieder schweres Baugerät im Einsatz zu beobachten auf der großen Baustelle an Mittlerer Ebrach und Flutmulde. Die in den Jahren 1875 und 1892 errichteten Gewölbebrücken werden durch zeitgemäße ersetzt. Und dafür müssen zwölf Pfeiler bis zu 20 Meter ins Erdreich gebracht werden. Deswegen ist ein über 100 Tonnen schwerer Bohrbagger vor Ort, wo er wohl für ein gewisses Aufsehen sorgt.

Ein Jahr nur eine Verkehrsspur

Die alten Brücken waren in die Jahre gekommen und in ihren letzten Nutzungsmonaten für etwa ein Jahr aus Sicherheitsgründen nur noch einspurig befahrbar. Was über Ampelbetrieb geregelt worden war und Fahrzeuge immer wieder ausbremste.

2018, so die Nachfrage beim Staatlichen Bauamt in Bamberg, wurde dann für Kosten von rund 600 000 Euro eine sogenannte Behelfsumfahrung neben den Gewölbebrücken errichtet, die durchgängig in zwei Richtungen befahren werden konnte und kann.

Die neuen Brücken sollen wieder auf den bisherigen Streckenverlauf kommen und von der Tonnage ohne Beschränkung befahrbar sein. Die Behelfsumfahrung steht auf Privatgrund, weshalb sie wieder rückgebaut werden muss. Zwar ist der Markt Burgebrach schon lange bestrebt, für den Gemeindeteil Mönchsambach eine Umgehung zu realisieren. Aber auch wenn diese gebaut ist, so Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU) auf Nachfrage, ist ein Ersatz für die beiden Brücken am westlichen Ortsende von Mönchsambach erforderlich, eben für die Gemeindebürger in Mönchsambach. Im Schnitt sind in diesem Bereich täglich 3113 Fahrzeuge unterwegs, davon neun Prozent Schwerlastverkehr.

Wenn die Ortsumfahrung einmal realisiert ist, wird die B 22 vermutlich zur Gemeindestraße und die B 22 dann auf der neuen Umgehung verlaufen. Die Brücken gehen dann an den Markt Burgebrach über. In saniertem beziehungsweise nutzbarem Zustand, so sind die Regularien. Damit ist die laufende Erneuerung in jedem Fall sinnvoll.

Projekt voranbringen

Damit man bei der Umgehung vorankommt, ist der Markt Burgebrach bei der Planung in Vorleistung gegangen, so Johannes Maciejonczyk. Im Moment seien drei verschiedene Varianten in der Auswahl. Jede wird nördlich des Ortes verlaufen und eine Länge von um die zweieinhalb Kilometer haben. Der Markt habe deswegen die Initiative ergriffen, weil die Umgehung amtlicherseits bislang offiziell nicht oberste Dringlichkeit hat, aber nach Burgebracher Sicht aber vorangebracht werden soll, so der Bürgermeister.

Voran geht es jedenfalls mit dem Brückenbauvorhaben: Noch in diesem Jahr, so die Auskunft der bauausführenden Firma, sollen die neuen Brücken erstellt und befahrbar sein. Nach der Winterpause werde dann mit dem Rückbau des Provisoriums begonnen.

Die Kosten für den Ersatz der Gewölbebrücken gibt das Staatliche Bauamt mit rund 1,65 Millionen Euro an.

"Die beiden Brücken mit einer Stützweite von 15,40 beziehungsweise 6 Metern werden mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 Metern und Kappenbreiten von zwei Metern hergestellt", heißt es in einem Schreiben der Pressestelle des Bauamtes. Für die Nutzer des Fahrradweges ergeben sich übrigens während der Baustellenzeit keinerlei Beeinträchtigungen. Sie sehen den Fortschritt dafür nur hinter Gittern, weil ein Bauzaun die Arbeitsstätte abschirmt und die Radlertrasse an der Baustelle vorbeiführt.