Die überfüllte Gastwirtschaft zeugte vom großen Interesse der Aurachtaler an ihrer Gemeinde. Der amtierende Bürgermeister Klaus Schumann (ÜWB), der auch am 15. März wieder antritt, hatte ins Gasthaus Jordan nach Falkendorf eingeladen. Für die unpünktlichen Besucher gab es dann nur noch Stehplätze.

Nach einem Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre stellte der Bürgermeister das "Miteinander" in den Vordergrund. In diesem Zusammenhang erwähnte Schumann die "IG Kinder" mit ihren Angeboten an Kinder und Jugendliche insbesondere beim Ferienprogramm. Auch der gemeinsame "Dreck-weg-Tag" oder der Garagentrödel sowie die gemeinsame Silvesterfeier oder das Ski-Fahren in der Partnergemeinde Reichenfels trügen zum Zusammenhalt der Gemeinde bei.

Nach der Vorstellung der Kandidaten des ÜWB ging Schumann auf die wichtigen Themen der kommenden Jahre ein. Nach seiner Meinung sollten sich Wahlprogramme und deren Ziele nicht an der Zeitachse einer Wahlperiode orientieren, sondern müssten die langfristigen und nachhaltigen Aufgaben einer Gemeinde aufzeigen. So seien die Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung auf mehrere Perioden ausgerichtet. Worum gehe es eigentlich bei allen Zukunftsthemen? Der Bürgermeister gab die Antwort gleich selbst: den Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität, der Infrastruktur und des gesellschaftlichen Miteinanders.

So solle künftig der beispiellose Naturraum der Aurach mehr berücksichtigt werden und Bereiche, insbesondere wasserführende Gräben, dort, wo es Grundstücksverhältnisse zulassen, renaturiert werden. In den kommenden Jahren werden sukzessive alle Straßenleuchten auf LED umgestellt und im Bereich der Schulstraße soll ein Nahwärmenetz installiert werden.

Verkehr spaltet die Orte

Allerdings werde das Problem Verkehr nicht so schnell gelöst werden können. Durch Aurachtal fahren täglich rund 16 000 Fahrzeuge, die Münchaurach, Falkendorf und Neundorf in zwei Teile teilen würden. "Wir werden nichts unversucht lassen, damit eine Umgehungsstraße in die Planungen aufgenommen wird", versprach der Bürgermeister.

Denn trotz aller kommunalpolitischen Aufgaben, Planungen und Umsetzungen gehe es aber in erster Linie um die Menschen. "Aufgabe der Kommunalpolitik ist es, dafür zu sorgen, dass die Menschen, egal ob jung oder alt, ob zugezogen oder schon ewig hier wohnend, egal welcher Hautfarbe oder Nationalität, gerne in Aurachtal leben und sich hier wohlfühlen", erklärte Schumann abschließend. Denn Gemeinde bedeute auch Gemeinschaft.