"Es ist höchste Zeit, denn 2025 ist endgültig Schluss. Uns wurde gekündigt", berichtete der stellvertretende Vorsitzende des Schützenvereins "Andreas Hofer Wiesenthau" in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Er hatte das Wort erhalten, um über Hintergründe zur gestellten Bauvoranfrage für die Errichtung einer Schießsportstätte auf einem gemeindlichen Grundstück in der Nähe des Sportplatzes zu informieren.

Die Kosten der neuen Schießsportstätte sind auf etwa 400 000 Euro veranschlagt. Im Augenblick gibt es eine Fördermöglichkeit in Höhe von 45 Prozent, die aber zum Ende des Jahres ausläuft.

"Wir möchten unserer Jugend eine zeitgemäße Schießstätte bieten und den Mannschaftssport in allen Altersklassen fördern", gab Drummer an. Der Verein hat 220 Mitglieder.

Die Sportstätte soll auch anderen Vereinen zur Verfügung gestellt werden können, weshalb deren Mitglieder auch schon Unterstützung signalisiert haben. "Deshalb appelliere ich an den Gemeinderat, sich Gedanken zu machen, damit wir die Chance einer 45-Prozent-Förderung nutzen können", schloss Florian Drummer.

Der Vorsitzender des Vereins, Gemeinderat Johannes Pieger (DGS), ergänzte, dass bis 31. Dezember ein vom Landratsamt genehmigter Bauantrag vorliegen müsse und der Nachweis über den Grundstücksbesitz oder einen Nutzungsvertrag auf 25 Jahre.

Bürgermeister Bernd Drummer (BGW) meinte: "Wir wollen uns für Vereine einsetzen." Allerdings musste er darauf hinweisen, dass das genannte Grundstück hinter dem Sportheim als Erholungswald und Natura-2000-Gebiet deklariert ist. Es müsste also erst der Bebauungsplan geändert werden, bevor ein Bauantrag eingereicht werden kann.

"Dafür gibt es ein Verfahren. Und das braucht Zeit", sagte Drummer. Er erklärte, dass das bis Ende des Jahres nicht möglich sei. Schließlich müssten in einem solchen Fall die geänderten Pläne öffentlich ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange angehört werden.

Holger Stöhr (MHN) fragte, ob dann auch Ausgleichsflächen geschaffen werden müssten, was der Bürgermeister bejahte. Benedikt Bartosch (BGW) fragte nach, ob der Verein auch bauen würde, wenn es keine Förderung gäbe.

"Wenn wir einen Spender finden", antwortete Johann Pieger, und erklärte weiter, dass der Verein das ohne Hilfe und Förderung nicht stemmen könne. Simone Wagner (MHN) äußerte sich gegen eine schnelle Lösung und schlug vor, ein Haus für alle Vereine zu planen.

Pieger informierte das Gremium, dass er auf verschiedene Vereine zugegangen war, und dass ein Vorplan vorliege. Jetzt werde noch ein Grundstück benötigt.

Deshalb bat er die Gemeinderäte, sich umzuhören, ob es ein anderes Grundstück gibt, auf dem der Verein bauen und vielleicht doch in den Genuss der Förderung kommen könnte.