Veronika Schadeck In der Rennsteighalle fand die Abschlussfeier der CIK-Schülerseminare 2018/19 statt. In diesen Kursen lernen Jugendliche, wie man Unternehmen führt. Dabei wurden auch Start-ups gegründet.

Über 200 Gäste, darunter Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Eltern und Großeltern, waren gekommen. Sie gratulierten den Heranwachsenden zu ihren Leistungen und zur Bereitschaft, sich neben dem regulären Unterricht und den Prüfungsvorbereitungen auf freiwilliger Basis Unternehmer- und Gründerwissen anzueignen. Durch das Programm führten gekonnt Laura Steiner und Dimitrios Antoniou.

Besonders stolz war nicht nur der Geschäftsführer des CIK, Thomas Kneitz, sondern auch einer der Mitinitiatoren, IHK-Gremiumsvorsitzender Hans Rebhan. "Wir haben uns hier zusammengefunden, um die Kultur des Machens zu würdigen", betonte er. Die Campus Innovations Kultur GmbH (CIK) umgebe sich gerne mit pragmatischen Machern, die Bodenständigkeit und Innovationskraft in einer Art und Weise vereinen, die nicht an allen Orten in dieser Form üblich sei. Wichtig sei, dass die Weiterentwicklung der Leitgedanken und deren Umsetzung gefördert werden.

Rebhan dankte den beteiligten Schulleitungen und Lehrern, denen es gelungen sei, in der "verschulten" Welt einen Freiraum jenseits des Lehrplans zu generieren; einen Freiraum, der das unternehmerische Machertum als Schlüsselqualifikation der Zukunft in den Vordergrund stelle. Die Kunst der Seminare bestehe darin, so Rebhan, auf die Vorstellungen, Wünsche und Ideen der Schüler einzugehen, ihnen Wege der Umsetzung aufzuzeigen und eigene Erfahrungen in die Gedankenwelt der Schüler zu übertragen. "Es geht um die richtige Balance zwischen Führung und Begleitung."

"Das Entscheidende ist das Tun", zitierte Landrat Klaus Löffler (CSU) den französischen Philosophen Voltaire. Sein Dank galt allen, die zur Realisierung der Schülerseminare beigetragen haben. Er sprach von einem Landkreis, in dem das Bauen an der Zukunft mit im Mittelpunkt stehe. An die Seminarteilnehmer gewandt sagte er: "Der Landkreis ist mächtig stolz auf Euch!"

Die Schulleiterin des Kaspar-Zeuß-Gymnasiums, Renate Leive, sprach von der Notwendigkeit technischer Innovationen. Die jungen Menschen würden mit ihrer Tätigkeit dazu beitragen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

Seminarteilnehmer Tim Görtler berichtete über seine Erfahrungen beim CIK. Im Grundlagenseminar werde Wissen vermittelt, das an der Schule nicht gelehrt werde. Am Ende des Seminars bestehe die Chance, eigene Ideen zu entwickeln und diese mit Hilfe von Thomas Kneitz auch umzusetzen. "Als Durchschnittsschüler hätte man ohne CIK diese Möglichkeiten nie gesehen!", war er überzeugt. Er habe die kleinen Gruppen schön gefunden, in denen jeder seine Meinung habe äußern können. Das Beste seien aber die Unternehmergespräche gewesen.

CIK-Geschäftsführer Thomas Kneitz freute sich über die Resonanz. Er stellte den Ablauf der Schülerseminare vor. Die erste Komponente bei den Schülernachmittagen ist demnach das Seminar an sich, die zweite sind die Unternehmergespräche. Die Schüler lernen dabei Unternehmer persönlich kennen und können aus deren Lebenserfahrungen lernen.

Gedankt wurde neben Hans Rebhan und Landrat Klaus Löffler auch den Unternehmen Wiegand-Glas, Rauschert sowie Dr. Schneider und der Rainer-Markgraf-Stiftung, die das Projekt unterstützen, sowie MdL Jürgen Baumgärtner (CSU). Kneitz wies darauf hin, dass Paten gesucht werden, welche die Start-ups der Schüler begleiten. In diesem Zusammenhang dankte er Angela Wiegand, welche die Patenschaft für die Start-up-Gründer André Emmert und Paul Langner übernommen hat. Die beiden Heranwachsenden setzen ihre Idee, nämlich maßgeschneiderte Jagd-Schäfte als neues Produkt auf den Markt zu bringen, um. Tim Schmidt und David Schubert stellten ihr Start-up "Schülervermittlung" vor. Mit diesem sollen Verbindungen zwischen Jugendlichen und Unternehmen geschaffen werden.

Bei der dritten Gründeridee handelt es sich um "Simple IT". Hier befassen sich Jacob Schick, Marius Jagusch und Elisa Spindler mit einem innovativen IT-Produkt.