In einer Lichter-Andacht stimmten sich die Jungen und Mädchen der Ludwigsstädter Schule in stiller Art und Weise auf Weihnachten ein. Dabei wurden sie selbst zu "Lichtboten".

Ganz leise, ganz behutsam: Am Dienstag wurden die Schüler der Grundschule "Am grünen Band" Ludwigsstadt mit einer kleinen Lichter-Andacht unter freiem Himmel in den Lockdown und die anschließenden Ferien verabschiedet. Zu Unterrichtsbeginn am Morgen versammelten sich die Jungen und Mädchen - eingangs noch in der Dämmerung - klassenweise auf dem Schulhof.

Andächtig lauschten sie dem stimmungsvollen Meditations-Programm mit zauberhaften Momenten des Innehaltens und der Besinnlichkeit. In nachdenklichen Geschichten, Gedanken und Liedern thematisierten Pfarrerin Rebekka Pöhlmann und Elternbeirätin Kristina Fritsche das Thema Licht und setzten damit ein innig-ergreifendes Zeichen für Hoffnung und Zuversicht - so wichtig, gerade in der jetzigen Zeit.

Leider konnte, so Rektorin Ulrike Schmidt, in diesem Jahr die traditionelle Lichter-Andacht an der Schule nicht in gewohnter Form mit Darbietungen der Kinder und gemütlichem Verweilen von Großeltern, Eltern und Geschwistern bei Plätzchen und Glühwein stattfinden. Während dabei in den Vorjahren flackernde Feuerstellen das ganze Schulgelände erhellten, tauchten am Dienstagmorgen viele, insbesondere von den Kindern selbst gebastelte kunstvolle kleine Lichter den oberen Eingangsbereich der Schule in ein sanftes Licht.

"Gerade in diesen Tagen ist es besonders wichtig, dass wir als Schule ein Symbol der Hoffnung setzen", bekundete die Schulleiterin, mit der kleinen "lichtbringenden" Andacht Zusammenhalt demonstrieren und zudem ein Symbol der Hoffnung für alle sichtbar machen zu wollen.

Obwohl heuer so vieles nicht möglich sei, könnten doch alle trotzdem zuhause in den Familien Weihnachten feiern. "Wir haben uns und wir haben unsere Familien - das ist das Beste von der Welt", zeigte sich die Schulleiterin sicher. Ihr großer Wunsch sei es, dass alle Kinder ein Licht der Andacht im Herzen mit nach Hause nähmen und so zu Lichtboten in ihren Familien würden. hs