Auch wenn das Thema Umweltschutz und Umweltschule in dieser Pandemiezeit in den Hintergrund getreten ist, so hat es doch nicht an Bedeutung verloren. Aus diesem Grund fand an der Grundschule Tettau vor den Herbstferien eine Umwelt- und Gesundheitswoche unter Berücksichtigung der Hygienevorgaben statt.

Den besonderen Schwerpunkt legten die Lehrkräfte dabei auf körperliche Fitness und gesunde Ernährung. Eingeleitet wurde die Woche mit einem Tanz-Projekt. Die neue Bundesfreiwilligendienstleistende Emma Franz war hier sehr engagiert bei der Sache und trainierte mit den Kids die unterschiedlichsten Tanzschritte und Bewegungen.

Die Tomate im Supermarkt

Bei einem Workshop zum Thema "Klima und Ernährung" der Energievision Frankenwald erarbeiteten die Kinder sehr anschaulich die Unterschiede zwischen regionalen und überregionalen Produkten. Aus welchem Land stammt die Tomate im Supermarktregal? Welche Transportwege legt sie zurück? Zu welcher Jahreszeit werden bei uns die unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten geerntet? Warum hat eine Tomate aus unserer Region viel mehr Zeit zum Reifen? All das erklärte Robert Kern vom Klima-Macher-Projekt den Kindern an konkreten Beispielen. Die Schüler erfuhren, dass bei Bioprodukten keine Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden und dass für den Anbau einer Banane mit "Fair-trade"-Siegel ein fairer Lohn gezahlt wird. Auch die Auswirkungen des Anbaus auf das Klima, der Treibhauseffekt oder die Produktion von umweltschädlichen Methangasen wurden thematisiert. Sehr motiviert zeigten die Kinder dabei ihr Wissen. .Zur Ruhe kamen die Schüler bei den Entspannungsübungen, die Frau Naumann von der AOK mit ihnen durchführte.

Richtiges Atmen hilft

Dass die richtige Atemtechnik auch bei der Aufregung vor einer Klassenarbeit helfen kann, war für manche dann doch überraschend. Viel Spaß bereitete den Kindern auch das Konditionstraining mit Bierdeckeln. Mit Hilfe verschiedenfarbiger Filze, die auf dem Boden verteilt waren, gab es viele motivierende Aufgaben zu erledigen.

Auch ein Fahrradparcours war auf dem Pausenhof aufgebaut. Dabei kamen die eigenen Schulräder wieder zum Einsatz. Die Dritt- und Viertklässler erprobten ihre Geschicklichkeit beim Slalomfahren. Vielen gelang es, Sandsäckchen oder Ringe auf dem Kopf zu balancieren und die vorgegebene Strecke damit geschickt zu meistern.

Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, waren die Kinder doch mit Spaß bei der Sache. Schulleiterin Birgid Weiß bedankte sich bei den externen Partnern und allen Akteuren für das Mitwirken unter den erschwerten Bedingungen. So solle man, soweit möglich, die Freude an schulischen Projekten nicht verlieren und das soziale und partnerschaftliche Verhalten der Kinder stärken. red