Die Dorferneuerungen der beiden Seßlacher Stadtteile Gleismuthhausen und Merlach nehmen Fahrt auf, auch wenn sie sich noch in der sogenannten Vorbereitungsphase befinden. "Es ist ein Dorferneuerungs-Triathlon, der von der ersten Disziplin der Vorbereitung über die Planung bis hin zur Umsetzung führt", verglich Baudirektor Hans Rainer Albart bei einer sehr gut besuchten Sonderbürgerversammlung im Vereinsheim in Gleismuthhausen das Vorhaben. Albart erläuterte das weitere Vorgehen für die Dorferneuerungen in den beiden Orten.
Dem folgten zusammen mit der Teilnehmergemeinschaft die Objektplanungen, die in ein Konzept münden, und schließlich die Umsetzung. Das gewollte Ergebnis der Versammlung war, dass Arbeitsgruppen gebildet werden. Aus den an eine Pinnwand gehefteten Karten mit Meinungen der Bürger ergab sich, dass künftig die Arbeitskreise "Ortsbild, Wege und Verkehr" und "Dorfleben und Soziales" im Einsatz sind.


Teilnehmer gesucht

Dies habe sich auch bereits im Vorfeld in Klosterlangheim herauskristallisiert, wie Daniel Angermüller und Birgit Köhler berichteten. Die Arbeitskreise sollen sich unter anderem den aktuellen Stand erfassen, wobei Stärken und Schwächen herausgearbeitet werden sollen, sowie Zielvorstellungen zur Stärkung des Dorflebens analysieren und erarbeiten. "Ich hoffe, wir finden genügend Bürger für die Arbeitskreise", sagte Planerin Christine Bardin bei der Versammlung. Sie erläuterte nochmals den Ablauf einer Dorferneuerungsmaßnahme mit Bestandsaufnahme, Analyse, Maßnahmenplan, Variantenuntersuchung und Präsentation. "Ohne Bürgerbeteiligung geht nichts, das heißt Eigenverantwortung", stellte klipp und klar Baudirektor Hans Rainer Albart vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) fest. Die ALE-Instrumente seien neben der Dorferneuerung unter anderem auch die Flurneuordnung, die integrierte ländliche Entwicklung und der freiwillige Landtausch. Neben Albart wies auch Bürgermeister Martin Mittag (CSU) auf die finanzielle Beteiligung der Bürger hin. Die Stadt Seßlach werde ab nächstem Jahr auch die heiß umstrittene Straßenausbaubeitragssatzung einführen. "Wir müssen", meinte Mittag. Er sicherte zu, dass die Stadt eine bürgerfreundliche Umlegung beabsichtige, wobei der städtische Anteil möglichst hoch belassen sein soll. Würde keine Satzung erlassen, würde der 65-prozentige staatliche Zuschuss um die nicht verlangten Beiträge gekürzt werden. dav