Vor Fahrtantritt hatte er sich noch einen "Kurzen" genehmigt. Beim Rückwärtsausfahren aus einer Parkbucht stieß ein 64-Jähriger dann am Montag kurz nach 20 Uhr mit seinem Volvo gegen einen im Heimatring geparkten VW.

Ein Anwohner bemerkte den Zusammenstoß und hielt den Unfallverursacher, der sich gerade von der Unfallstelle entfernen wollte, von der Weiterfahrt ab. Er zog dem Autofahrer den Zündschlüssel aus dem Zündschloss, so dass dieser nicht weiterfahren konnte. Außerdem alarmierte der Mann die Coburger Polizei. Bei deren Eintreffen lutschte der Unfallverursacher fleißig an einem Bonbon, um den Geruch des Schnapses zu überdecken, den er unmittelbar vor dem Einsteigen in sein Fahrzeug noch zu sich genommen hatte. Trotz des Verschleierungsversuches nahmen die feinen Nasen der Beamten den Alkoholgeruch wahr. Ein Alkotest ergab einen Wert von 0,8 Promille.

Der Mann musste sich einer Blutentnahme im Coburger Klinikum unterziehen und die Weiterfahrt wurde unterbunden. Die Coburger Polizei-Inspektion ermittelt gegen den Kulmbacher nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort. pol