Nach zahlreichen Nachfragen nach weiteren Bauplätzen in der Kommune, besonders im Gemeindeteil Scherneck, handelte nun der Gemeinderat. Mit elf zu vier Stimmen beauftragte das Gremium in der Sitzung am Donnerstag das Ingenieurbüro Kittner+Weber, einen Bebauungsplan-Entwurf für "Scherneck III, Bereich Fichterersäcker" am westlichen Rand des Gemeindeteils auszuarbeiten. Das Areal liegt im Zwickel der beiden Straßen Schulstraße und Stöppacher Straße und ist 1,5 Hektar groß.

Mit der siebten Änderung des Bebauungsplans "Ortszentrum Untersiemau" ging der Gemeinderat auf die Würdigungen, Anregungen und Bedenken des Landratsamtes ein. Dies waren zum Beispiel ausreichend große Pkw-Stellplätze und Behinderten-Stellplätze für den Bereich Senioren-Wohnanlage. Das begehbare Material für die bereits bestehenden 1,50 Meter breiten Gehwege soll Asphaltfeinbeton sein. Der Hinweis auf eine "barrierefreie Ausführung" findet sich in der Stellungnahme öfter. Die gesamte siebte Änderung des Bebauungsplans wird erneut ausgelegt.

Module gegen die größte Not

Für die Kindertagesstätte "Haus Sonnenschein" gibt es eine Warteliste. Diese möchte das Gremium möglichst bald abarbeiten. Aber wie, fragten sich die Gemeinderäte. Letztendlich beschlossen sie, zunächst mit weiteren Wohnmodulen eine neue, zeitlich befristete Gruppe einzurichten. Ein Kindergarten-Neubau würde sich dagegen über Jahre hinziehen. "Doch der Bedarf ist akut und muss kurzfristig gedeckt werden", sagte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU). Mit der Modulbauweise habe man bereits gute Erfahrungen gemacht. Eine weitere Idee, die durch die Überlegungen geisterte, war, das Pfarrhaus in der Pfarrgasse für die Kinder zu nutzen. Das sei kurzfristig nicht möglich, erklärte Rosenbauer.

Derzeit stehen in den beiden Kinderhäusern 156 Kiga-Plätze zur Verfügung. Diese werden im September auf 160 aufgestockt. Krippenplätze gibt es momentan 49, die im September auf 70 ausgeweitet werden sollen. Doch auch dies deckt noch lange nicht den Bedarf. ka