Die trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre ließen mancherorts auch das Löschwasser knapp werden. Der Wasserstand in vielen Bächen war so niedrig, dass mit herkömmlichen Mitteln der Feuerwehr kein Löschwasser mehr entnommen werden konnte. Der Kreisfeuerwehrverband Haßberge erhielt nun von der Versicherungskammer Bayern 15 Schwimmsauger im Wert von insgesamt 7500 Euro, die dieses Problem lösen sollen.

Vor dem Schloss Gleisenau, in dem das neue Kreisausbildungszentrum des Kreisfeuerwehrverbandes Haßberge am Entstehen ist, überreichte Florian Ramsl, Referent für die Feuerwehrförderung der Versicherungskammer, die Schwimmsauger an Kreisbrandrat Ralf Dressel im Beisein von Landrat Wilhelm Schneider und Ebelsbachs Bürgermeister Martin Horn, der früher unter anderem als Kreisbrandmeister bei der Feuerwehr aktiv war. Weiterhin waren die Kreisbrandinspektoren Peter Pfaff, Georg Pfrang, Thomas Habermann und Ralf-Peter Schenk anwesend.

Weitere Unterstützung

Schon in der Vergangenheit waren die Feuerwehren durch die Versicherungskammer Bayern mit Schaumtrainern sowie mit Rauchvorhängen ausgestattet worden. Im aktuellen Projekt werden von der Versicherungskammer Bayern 15 Schwimmsauger an den Kreisfeuerwehrverband Haßberge übergeben.

Der Kreisfeuerwehrverband hat einen weiteren Schwimmsauger beschafft. Somit stehen 16 Stück, je vier Stück pro Inspektionsbezirk, zur Verteilung.

Auf Vorschlag der jeweils zuständigen Kreisbrandinspektoren gehen die Schwimmsauger an die folgenden Feuerwehren: Unterpreppach, Pfarrweisach, Rentweinsdorf und Untermerzbach (alle Inspektionsbezirk 1), Bundorf, Hofheim, Kleinsteinach und Maroldsweisach (alle Inspektionsbezirk 2), Schönbrunn, Haßfurt, Römershofen und Zeil (alle im Inspektionsbezirk 3), Dippach, Obertheres, Fabrikschleichach und Dampfach (alle Inspektionsbezirk 4).

Insgesamt werden den bayerischen Feuerwehren genau 900 Schwimmsauger im Gesamtwert von rund 500 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Mit dem Schwimmsauger kann die Feuerwehr künftig Löschwasser auch bei geringem Wasserstand aus Gewässern pumpen. Eine ausreichende Löschwasserversorgung ermöglicht es der Feuerwehr, eine Brandausbreitung zu verhindern und damit Schäden an Gebäuden und in der Umwelt zu minimieren.

Bis fünf Zentimeter

Mit dem Schwimmsauger kann aus Bächen gesaugt werden, wenn der Wasserstand nur noch fünf Zentimeter beträgt. Bisher waren mindestens 30 Zentimeter notwendig. Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird zudem der Gewässerboden geschont.

Der sieben Kilogramm leichte Schwimmsauger besteht aus einem 60 Zentimeter langen Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Saugkorbes aus Metall am Saugschlauch angebracht. Dieser Saugschlauch wird an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges angeschlossen.

Da nicht überall Hydranten vorhanden sind, muss das Löschwasser oft aus Bächen oder Teichen gepumpt werden. Der Schwimmsauger ist dafür eine einfache, aber geniale Erfindung. Zudem ist das Absaugen von Wasser bei Überschwemmungen möglich.