Pfusch am Bau. Das warf der Gemeinderat bei seiner letzten Sitzung denjenigen Planern und Handwerkern vor, die vor rund 30 Jahren das Dach auf der Schule erstellt haben.
Dabei, so Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG), können Regressansprüche nicht mehr geltend gemacht werden. Der Gemeinde, die ohnehin finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, kostet eine Sanierung des Schuldaches über eine halbe Million Euro, wobei allerdings auf staatliche Förderung gehofft wird.
Das Dach der Schule ist seit geraumer Zeit nicht mehr dicht, so dass Wasser eindrang. Der Planer Markus Alex und der Statiker Andreas Heimrich wurden eingeschaltet. Sie berichteten dem Gemeinderat, nachdem die Photovoltaikanlage abgebaut wurde, von ihrem Untersuchungsergebnis, das sie als desaströs bezeichneten.
So sind unter anderem die Verklebungen der Dämmplatten mangelhaft und Hohlräume im Dach entstanden. Auch durch die Photovoltaikanlage sind Dachbeschädigungen zu verzeichnen.
"Es ist ein sehr schlimmer Befund", meinten die beiden Referenten, die die Schäden visuell untermalten, und sie ergänzten: "Das Dach kann so nicht gehalten werden." Für Gemeinderat Peter Pillmann (GfG) ist das ein "Supergau", und Gemeinderat Matthias Wittmann (CSU) meinte: "Die Katastrophe wird immer größer."


Einigen Räten ging es zu schnell

Mit 11 zu 4 Stimmen beschloss der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplanes "Am Rosenberg" und im Parallelverfahren die Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplanes.
Das Baugebiet hat eine Größe von rund 7000 Quadratmetern und für die Erschließung ist eine Stichstraße mit Wendehammer vorgesehen.
Die Planungskosten sind vom Antragsteller zu tragen. Während Gemeinderat Stefan Rose (FW) feststellte "Wir brauchen Bauplätze", gab es wieder einmal Gerangel um die Verfahrensweise. Einige Räte fühlten sich aufgrund der schnellen Vorgehensweise der Verwaltung übergangen und nicht ausreichend informiert, und obendrein wünschten sie eine generelle Änderung des Flächennutzungsplanes, nicht nur die des neuen Baugebietes. Da ohne große Vorberatung eine weittragende Entscheidung vom Gemeinderat verlangt wurde, stellte Gemeinderat Günter Peinelt (SPD) den Antrag, die Angelegenheit zunächst im Bauausschuss vorzuberaten, was allerdings mehrheitlich und knapp mit 8:7, vor allem mit Stimmen aus FW und GfG, abgelehnt wurde. Dem Finanzzwischenbericht des Kämmerers Michael Heß war zu entnehmen, dass die Gewerbesteuerentwicklung erfreulich ist.
So sind von den für 2017 prognostizierten 850 000 Euro bereits 1,017 Millionen Euro in Soll gestellt.