In der jüngsten Sitzung behandelte der Gemeinderat in Sand einen Antrag der SPD, der vorsieht, Raumluftgeräte zur Filterung gegen Covid-19-Viren und Kohlendioxid-Sensoren für die Schulräume der Ganztagesschule und die zwei Kindergärten zu beschaffen.

Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) erklärte, dass bei einer Dienstversammlung der Bürgermeister des Landkreises für Belüftungsgeräte nur in Einzelfällen Bedarf gesehen wurde, jedoch von den Schulen die sogenannte Kohlendioxid-Ampel gewünscht und empfohlen wurde. Um einen einheitlichen Standard in den Schulen zu gewährleisten, wurde die Festlegung getroffen, Raumluftgeräte für innenliegende Räume zu beschaffen. Die Kosten der Geräte belaufen sich nach Aussage von Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann auf 800 bis 900 Euro, die Folgekosten nach Aussagen von Bürgermeister Günther Werner (Haßfurt) auf 1700 Euro pro Jahr und Gerät. Eine staatliche Förderung ist möglich, hieß es weiter.

Die Anschaffung einer mobilen Kohlendioxid-Ampel je Klasse wird empfohlen. Die Geräte können auch in den Fachräumen verwendet werden. Die Kosten für eine Ampel belaufen sich auf 90 bis 100 Euro. Die staatliche Förderung beträgt sieben Euro pro Schüler.

Der Bauausschuss wird sich mit dem Thema befassen und gemeinsam mit den Leiterinnen der Schule und der Kindergärten sowie den Elternbeiratsvorsitzenden das genaue Vorgehen abstimmen.

Energie

Der Gemeinderat hatte sich in seiner Sitzung im Mai dieses Jahres dafür ausgesprochen, Photovoltaikanlagen zur Energiegewinnung zu unterstützen, und beschlossen, einen Bebauungsplan im südlichen Gemarkungsbereich in der Nähe der Autobahn aufzustellen. In den Bebauungsplan sollte auch die Anfrage eines Sander Bürgers einbezogen werden, weil das Vorhaben in ein Gesamtkonzept eingebettet werden sollte, damit die Anlagen konzentriert errichtet und eine Zerstückelung und Zersiedlung der Landschaft vermieden wird. Aus diesem Grund sollte die Bauleitplanung der Gemeinde Sand nicht nur auf ein einzelnes Vorhaben, sondern auf ein ganzes Gebiet ausgerichtet sein.

Bisher hat die Gemeinde feste Zusagen in Form von Gestattungsverträgen in einem zusammenhängenden Gebiet über 5,37 Hektar. Ein Grundstückseigentümer, der von der Gemeinde abgeworben werden sollte, ist weiterhin an einer Zusammenarbeit mit der Gemeinde interessiert. Dadurch würde sich die Fläche auf 6,12 Hektar erhöhen.

Sollte es möglich sein, das Grundstück eines Sander Bürgers, das auf der Gemarkung Knetzgau liegt, mit in die Planung zu integrieren, so wären dies weitere 1,35 Hektar, insgesamt also 7,48 Hektar.

Ein weiteres Grundstück, das allerdings weiter nördlich liegt, hat eine Größe von 1,06 Hektar. Es wäre allerdings schwierig, diese Fläche in das Gesamtkonzept einzubinden.

Anfrage an Knetzgau

Das Gremium beschloss die Errichtung von Freifeld-Photovoltaikanlagen auf der Grundlage der bisherigen Erkenntnisse weiter zu verfolgen und bei der Gemeinde Knetzgau eine Erweiterung des Planungsgebietes zu beantragen. Eine genaue Abstimmung, welche Flächen einbezogen werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Der Tennisclub Sand hat einen Zuschuss zur Sanierung seiner Sportanlage gestellt. Begründet wird die Notwendigkeit der Maßnahme damit, dass das Vereinsheim seit den frühen 1970er Jahren bestehe und vieles verbraucht beziehungsweise nicht mehr zeitgemäß sei. Insbesondere die sanitären Anlagen und das Dach müssten saniert werden. Die Zäune um die Anlage seien witterungsbedingt beschädigt, die Pfosten durchgerostet. Zudem solle eine moderne Heizung in das Vereinsheim eingebaut werden, so der Verein.

Durch die Anschaffung eines Flutlichts will der Verein attraktiver werden, weil die Mitglieder dann einen längeren Zeitraum zur Verfügung hätten, um Tennis spielen zu können.

Der Verein hat eine Kostenberechnung in Vorabstimmung mit dem Bayerischen Landessportverband (BLSV) vorgelegt. Diese beläuft sich 172 000 Euro.

Der Gemeinderat beschloss, einen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent auf die vom BLSV anerkannten Kosten zu gewähren.