Andreas Dorsch Waren es diesmal weniger Raketen, die in den nächtlichen Himmel über Höchstadt geschossen wurden? Man konnte den Eindruck bekommen, dass die Diskussionen über die Umweltbelastung durch Silvesterfeuerwerk Auswirkungen zeigen.

Auch Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte melden am Neujahrstag weit weniger als in den Vorjahren. "Aus polizeilicher Sicht eine ruhige Silvesternacht", erfuhr der FT aus der Polizeidienststelle Höchstadt. Herrschte bei der Höchstadter Feuerwehr zum Jahreswechsel vor einem Jahr noch Hochbetrieb, blieb es diesmal weitgehend ruhig.

Im Kreiskrankenhaus St. Anna kann Oberarzt Dr. Matthias Maak ebenfalls von einer "relativ ruhigen" Nacht berichten. In der chirurgischen Ambulanz mussten ein stärker betrunkener Patient mit Schnittverletzungen und ein Kind mit Platzwunde behandelt werden. Generell empfinde man die Feiertage im Krankenhaus aber nicht als Feiertage, sagt stellvertretender Verwaltungschef Herbert Hirschmann. Das Haus sei über Weihnachten und den Jahreswechsel gut belegt. Dabei bewähre sich der neue fachspezifische Bereitschaftsdienst mit einem chirurgischen und einem internistischen Assistenzarzt.

Während andere feiern, haben aber nicht nur Polizisten, Feuerwehrleute und Ärzte Dienst. Schon am frühen Neujahrsmorgen ist Heizungsmonteur Markus Schuster von der Schlüsselfelder Firma Pröls in Höchstadt unterwegs, um die Störung an einem Ölbrenner zu beheben und ein in der Nacht ausgekühltes Haus wieder mit Wärme zu versorgen. Bis zum Mittag hat Schuster übrigens schon fünf Einsätze hinter sich.