Die "Gemeindewerke Röttenbach" liegen in der Hand der Gemeinde und haben die Aufgabe, sich um das Stromnetz und den Vertrieb des Stromes in Röttenbach zu kümmern. Die Kommune produziert den Strom zum Teil selbst, kauft aber auch Strom dazu. Rechtlich gesehen war diese Aufgabe ein sogenannter Regiebetrieb der Gemeinde Röttenbach, der sich um die Stromversorgung des Ortes kümmerte.

"Der wurde aber bemängelt", erläuterte Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Deswegen habe sich die Verwaltung nun dazu entschieden, einen Eigenbetrieb zu gründen.

Damit soll ab dem 1. Januar 2021 für die nächsten beiden Jahre zusammen mit dem städtischen Kommunalunternehmen der Stadt Baiersdorf ein interkommunales Unternehmen für den notwendigen Energiebedarf sorgen.

Infos zu Öko-Strom

Zudem bietet das neue Unternehmen den Bürgern umfangreiche Informationen zur Versorgung mit umweltfreundlichem Strom an. Der Kunde erhält Auskunft zu Photovoltaikanlagen ebenso, wie zur Wasserkraft. Auch ein Öko-Tarif ist möglich. Bürger werden auch weiterhin beraten, wie sie ihre Energiekosten senken können. Rechtlich überwacht wird die Firma von der kommunalen Wirtschaftsberatung der Kanzlei Dr. Peter Storg in Nürnberg.

Dazu teilt die Gemeinde mit: "Interne Verwaltungs-, Finanz- und Steuerprozesse, wie aber auch Strom-Marktprozesse werden über Dienstleistungsvereinbarungen extern in diesem Verbund rechts- und ausfallsicher durchgeführt." So soll trotz dieser Umstellungen beim Kunden keine Änderung bemerkbar werden. Zudem werden zukünftig alle Entscheidungen zum Strompreis von den Gemeinderäten in Röttenbach getroffen. Dadurch bleibe der Preis "unverändert stabil", so das Versprechen.

Dem Vorhaben stimmte das Kommunalparlament zu. Nur Andreas Schaefer-Enkeler (Die Grünen) votierte dagegen.