Mit einer Mischung aus rockig-funkigem Blues und melodischen Stücken, die unter die Haut gingen, begeisterte am Freitag die Bernard Allison Group im Stadtschloss. Rockig, laut und gut gelaunt überzeugte der amerikanische Musiker mit seiner Band rund 100 Freunde der Blues-Musik.
Bernard Allison tritt erfolgreich in die Fußstapfen seines Vaters Luther Allison, der großen Blueslegende. Bernard Allison hat einen einzigartigen Mix aus traditionellen und modernen Einflüssen. Außerdem ist er gesegnet mit der "soulfull voice" seines Vaters. Einmal ganz abgesehen von der saiten-technischen Perfektion und der überzeugenden Symbiose aus Gesang und virtuosem Gitarrenspiel, bestach Bernard durch seine coole Darbietung - ein lockerer Dialog mit seiner Fangemeinde und immer ein Lächeln auf den Lippen.


Enorme Bühnenpower

Wer das Konzert miterlebte, konnte sich von der enormen Bühnenpower der seit 2007 gewachsenen Band mit Allison (Lead-Guitar, Vocal), George Moye (Bass), Mario Dawson (Drums) und Jimmy Smith (Guitar) überzeugen. Schneller Boogie Woogie, fetziger Rock'n'Roll, swingende Jump-Titel und rauer, erdiger Chicago-Blues - abwechslungsreicher war ein Blues-Konzert wohl selten zuvor. Selbst die gefühlvolle Ballade kam schwungvoll daher.
Die Allison Blues Band riss ihr Publikum über zwei Stunden lang in einem furiosen Konzert mit. Florian Held aus Lichtenfels hat alle Platten von Allison Junior. Von dem "tollen Künstler mit Weltniveau" war er hingerissen, technische Perfektion paare sich mit Improvisation. Klaus Fischer aus Reundorf beeindruckte die markante Stimme des Bandleaders, die vom Saxophon weitergetragen werde wie eine zweite Stimme des Sängers.
Melanie Frank aus Reundorf war von der Musik positiv überrascht. Sie war zum ersten Mal bei einem Blues-Konzert. Besonders lobte sie die Organisation. Auch den Eintrittspreis von 25 Euro fand sie ok.
Veranstalter war Jan Haffener mit seiner Lichtenfelser Konzertagentur "LIFact". "Mit Blues und Rock möchte ich Kultur in die Deutsche Korbstadt bringen", sagte der Newcomer unserer Zeitung. Drei bis vier Konzerte im Jahr seien geplant. Das nächste ist am 5. Mai geplant. Dann wird "Danny Bryant's Red-Eye-Band" aus England die Rock- und Bluesszene am Obermain aufmischen.