Das juristische Nachspiel um die Erdbewegungen, die den Neubau von Haus Waldenfels erheblich verteuert hatten, dauert an. Im Dezember erließ ein Richter am Landgericht Schweinfurt, an dem der Fall verhandelt wird, einen Beweisbeschluss. Das heißt, ein Gutachten wird erstellt werden.

Bisher erfolgte die Behandlung des Falls nur schriftlich. Zu einer Verhandlung kam es noch nicht. Wann es so weit sein könnte, darüber wagte Kerstin Leitsch, Pressesprecherin am Landgericht, keine Prognose. Erfahrungsgemäß ziehe sich so etwas in die Länge.

Im Frühjahr 2013 war der Hang, in den der wuchtige Gebäudekomplex hinein gebaut worden ist, in Bewegung geraten. Die Kosten explodierten von ursprünglich rund 18 Millionen Euro auf mindestens 23,5 Millionen Euro. Anfang September 2016 hatte der Bauherr, die landkreiseigene Carl von Heß'sche Sozialstiftung, Klage eingereicht. uli