Seit 1989 unternimmt die Reservistenkameradschaft (RK) Großwenkheim schon Reisen mit exklusiven Zielen in der ganzen Welt. In diesem Jahr ging es nach Vietnam und Kambodscha, wo die 37-köpfige Reisegruppe aus mehreren Orten wieder eine Fülle unvergesslicher Erlebnisse mit zurückbrachte.
Wie immer bestens organisiert vom RK-Vorsitzenden Heribert Geßner erreichte die Gruppe Hanoi, die Hauptstadt Vietnams. Hier wurden die Gäste aus dem Frankenland völlig überraschend mit einem Transparent in deutscher Sprache begrüßt. "Das meiste kann man mit Worten gar nicht beschreiben, das muss man einfach gesehen haben", sagte Richard Schleier und sprach von "sagenhaften Eindrücken in einer für uns nicht vorstellbaren Welt."


Faszinierende Erlebnisse

Es beeindruckte alle, wie in der 10 Millionen Einwohner Metropole, wo es allein sieben Millionen Mopeds gibt, der Verkehr ohne jegliche Ampeln trotzdem irgendwie funktioniert. Zu den eindrucksvollsten Erlebnissen gehören die Fahrt mit einer Dschunke durch die wunderschöne Halong-Bucht mit den bizarren Felsformationen und die Metropole Hue, die alte Hauptstadt Vietnams. Hier wurde die alte Kaiserstadt im Herzen Hues besichtigt, die 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Eines der Highlights war der Besuch der weltbekannten Tempelanlagen von Angkor, in denen sich die machtvolle Vergangenheit des Landes widerspiegelt. Mit dem Bus erreichte die Reisegruppe Phnom Pen, die Hauptstadt Kambodschas, die am Zusammenfluss der drei Flüsse Mekong, Bassac und Tonle Sap liegt und als schönste Stadt Indochinas gilt.
Mit einem Boot ging es zu den Schwimmenden Dörfern rund um Chau Doc. Der größte und meistbesuchte Markt im Mekong-Delta ist der schwimmende Markt von Cai Rang, der mit einem Boot erkundet wurde. Eine Stadtbesichtigung stand in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon auf dem Programm, wo das Zusammentreffen des traditionellen Lebens mit dem modernen gut zu sehen war. Unglaublich ist das Tunnelsystem in Cu Chi, das sich über eine Länge von 200 Kilometer im Untergrund erstreckt und das Krankenhäuser, Kommandostände, Schutzräume und Waffenfabriken beherbergt.
Das Tunnelsystem diente dem Vietcong in den Indochina-Kriegen als unterirdisches Operationsgebiet und wurde von den Amerikanern niemals entdeckt. Hier leben noch heute zahlreiche Menschen auf kaum vorstellbare Weise. Häufig konfrontiert wurden die Touristen mit der Armut der Bevölkerung. Viele Menschen können sich vom dürftigen Lohn kaum ernähren, arbeiten in sehr beengten Räumen, beispielsweise als Näherinnen oder bieten auf den Märkten ihre Waren an.
Während Essen und Getränke in Vietnam sehr günstig sind, kosten sie in Kambodscha etwa das Dreifache. Das Essen bezeichnete Richard Schleier als "hervorragend", wobei es oft Fisch und Meeresfrüchte gab. Sehr schmackhaft war auch das Krokodilfleisch. Einheimische, so Schleier, ernährten sich häufig von gegrillten Schlangen und Ratten. Während die Hotels sehr gut sind, ist die gesamte Infrastruktur in diesem Ländern "recht rückständig."


15 Tage unterwegs

Nach 15 Tagen mit faszinierenden Eindrücken landete die Reisegruppe wieder in Frankfurt, wo einige Reiseteilnehmer angesichts des Temperaturunterschieds von mehr als 20 Grad doch einigermaßen froren. Wohin die Reise im Jahre 2020 geht, steht noch nicht fest. mta